Ein stärkerer Land Cruiser kommt außerhalb der USA

Toyota bringt später in diesem Jahr in Australien und anderen globalen Märkten eine leistungsstärkere Hybridversion des Land Cruiser 300 auf den Markt und erinnert damit erneut daran, dass das Flaggschiff Land Cruiser weiterhin nicht in den USA angeboten wird. Der überarbeitete Antriebsstrang wird in den Ausstattungen GR Sport und Sahara ZX angeboten und kombiniert einen 3,5-Liter-V6 mit Biturboaufladung mit einem einzelnen Elektromotor, der in ein 10-Gang-Automatikgetriebe integriert ist.

Die Zahlen sind beachtlich. Dem bereitgestellten Bericht zufolge liefert das System 457 PS und 583 Pfund-Fuß Drehmoment. Damit erhält der globale Land Cruiser 300 einen deutlichen Leistungssprung gegenüber dem in Australien verkauften Diesel-V6 und auch einen klaren Zugewinn gegenüber der nicht hybriden Benzin-V6-Version.

Wie viel mehr Leistung Toyota hinzufügt

Der bereitgestellte Artikel sagt, dass das neue Hybrid-Setup 152 PS mehr und 66 Pfund-Fuß mehr Drehmoment liefert als der derzeit in diesem Markt angebotene 3,3-Liter-Diesel-V6 mit Biturbo. Es erzeugt außerdem 48 PS mehr und 103 Pfund-Fuß mehr als der nicht hybride 3,5-Liter-Benzin-V6 mit Biturbo. Damit ist das Update weit mehr als nur ein kleiner Effizienzgewinn. Es ist ein Leistungsplus, das auf Elektrifizierung basiert.

Zugleich entspricht die Hybridleistung dem für den US-Markt angebotenen Lexus LX 700h, der im Grunde der luxuriöse Verwandte des Land Cruiser 300 ist. Diese Parallele ist aufschlussreich, weil sie zeigt, wie eng Toyota und Lexus die Überschneidungen zwischen ihren großen Body-on-Frame-SUVs steuern.

Warum die USA dieses Modell weiterhin nicht bekommen

In den USA gibt es wieder ein Land-Cruiser-Abzeichen, aber nicht diesen Land Cruiser. Amerikanische Käufer erhielten eine umbenannte Version des kleineren Prado statt der anderswo verkauften 300er-Serie. Der bereitgestellte Bericht argumentiert, dass der Grund bekannt ist: Der größere Land Cruiser lässt preislich, größenmäßig und bei den Fähigkeiten zu wenig Raum zwischen sich und dem Lexus LX.

Die australische Preisgestaltung stützt diese Logik. Die Hybridmodelle GR Sport und Sahara ZX sollen bei umgerechnet etwa 111.700 beziehungsweise 112.237 US-Dollar starten. Das bringt sie in die Nähe des Lexus LX 700h Overtrail in den USA, den der bereitgestellte Artikel mit 116.785 US-Dollar inklusive Zielort angibt. Sobald diese Werte zusammenrücken, wird es schwieriger, beide Modelle im selben Markt zu rechtfertigen.

Fähigkeiten bleiben Teil des Pakets

Das ist nicht nur ein Luxusausstattungs-Experiment. Der GR Sport in Australien kommt serienmäßig mit Vorder- und Hinterachs-Sperrdifferenzialen sowie Toyotas E-KDSS-System. Der Sahara ZX erhält stattdessen ein Torsen-Hinterachsdifferenzial mit begrenztem Schlupf. Adaptive Dämpfer und Multi-Terrain-Fahrmodi gehören bei beiden zur Serienausstattung, ebenso wie beheizte und belüftete Sitze vorne und außen hinten sowie eine mit Leder akzentuierte Innenausstattung.

Diese Mischung zeigt, dass Toyota die Hybrid-300er-Reihe sowohl als Premiumfahrzeug als auch als ernsthaften Offroader positioniert, nicht als Kompromiss zwischen beiden. Die Elektrifizierung dient hier dazu, Drehmoment und Fahrbarkeit zu verbessern, ohne die Kernidentität des Land Cruiser zu verändern.

Eine globale Produktstrategie wird sichtbar

Die größere Geschichte dreht sich um die Produktsegmentierung. Toyota hat nun einen leistungsstärkeren Hybrid Land Cruiser 300 für internationale Märkte und einen kleineren US-Land Cruiser, der eine direkte Kollision mit Lexus vermeidet. Das neueste Update verstärkt diese Trennung. Es gibt Käufern im Ausland einen Land Cruiser mit Flaggschiff-Ausstattung und mehr Leistung, während es zugleich unterstreicht, dass Toyota den amerikanischen Markt für große SUVs weiterhin als Terrain betrachtet, das sorgfältig mit dem LX geteilt werden muss.

Dieser Artikel basiert auf einem Bericht von The Drive. Den Originalartikel lesen.

Originally published on thedrive.com