Einleitung

Lichtmaschinen sind unerlässlich für die Stromversorgung der elektrischen Systeme eines Autos, belasten aber den Motor parasitisch, was Leistung und Kraftstoffverbrauch beeinträchtigt. Während Automobilhersteller Lösungen wie 48-Volt-Bordnetze erforscht haben, erhöhen diese Gewicht und Komplexität. Die verrückten Ingenieure von Garage 54, einem russischen YouTube-Kanal, der für unkonventionelle Automobilexperimente bekannt ist, haben einen anderen Ansatz gewählt: eine Lichtmaschine, die von Abgasen angetrieben wird, ähnlich wie ein Turbolader.

Das Konzept: Abgasgetriebene Lichtmaschine

Statt über einen Riemen von der Kurbelwelle angetrieben zu werden, verwendet Garage 54s Lichtmaschinen-Alternative eine Turbine, die durch den Abgasstrom gedreht wird. Die Drehbewegung erzeugt Strom und schafft im Wesentlichen ein Miniatur-Kraftwerksturbine. Das Team maß die Drehzahl einer herkömmlichen Lichtmaschine, um ein Designziel festzulegen, und baute dann ein maßgeschneidertes Gehäuse und ein ventilatorähnliches Rad mit flachen Stahlschaufeln.

Design- und technische Herausforderungen

Die Turbinenlichtmaschine besteht aus einem runden Gehäuse und einem beschaufelten Rad. Abgase treten durch präzise positionierte Öffnungen ein und aus. Wären die Öffnungen direkt gegenüber, würden die Gase nicht weit genug reisen, um das Rad effizient zu drehen. Der Abstand zwischen Rad und Gehäuse musste minimal sein, um maximale Energie aus den Abgasen zu gewinnen. Die Eintrittsöffnung und das Kammervolumen – bestimmt durch Gehäusedurchmesser, Schaufelanzahl und Position – wurden klein gehalten, um den Druck aufrechtzuerhalten. Dies erforderte Versuch und Irrtum.

Garage 54 Turbo-Lichtmaschine
Garage 54 via YouTube

Einbau und Test

Das fertige Gerät ist kompakt, aber weit von einer OEM-Zulassung entfernt. Die Turbine treibt über eine winzige Antriebswelle eine herkömmliche Lichtmaschine an, die direkt an das Auspuffendrohr angeschlossen ist. Die gesamte Vorrichtung hängt an einem modifizierten Anhängerkupplungsträger am hinteren Stoßfänger. Der Test zielte darauf ab, drei Glühbirnen im Leerlauf zu betreiben. Bei etwa 2.500 U/min gelang es der Turbo-Lichtmaschine, die Birnen leuchten zu lassen, allerdings mit einem teuflischen Geräusch. Die Moderatoren äußerten Bedenken hinsichtlich übermäßigen Gegendrucks und der Praktikabilität des Systems.

Fazit

Obwohl keine serienreife Lösung, demonstriert Garage 54s abgasgetriebene Lichtmaschine einen innovativen Ansatz zur Reduzierung parasitärer Motorverluste. Das Experiment beweist, dass das Konzept funktioniert, aber für die praktische Anwendung bleiben erhebliche Hürden.

Dieser Artikel basiert auf einer Berichterstattung von The Drive. Lesen Sie den Originalartikel.

Originally published on thedrive.com