Was beeinflusst eine Crowdfunding-Investition?
Eine Studie der University of Portsmouth mit 4.500 Menschen im Vereinigten Königreich kommt zu dem Ergebnis, dass die Geschäftsart bei hypothetischen Equity-Crowdfunding-Investitionen wichtiger sein kann als das Geschlecht der präsentierenden Person.
Die in der British Journal of Management veröffentlichte Untersuchung erwartete, dass Frauen eher von Frauen geführte Unternehmen unterstützen würden. Das Geschlecht des Gründers war jedoch nicht ausschlaggebend; die Geschäftsart hatte größeren Einfluss.
Gesundheitswesen und Fintech weckten unterschiedliche Interessen
Frauen zeigten größeres Interesse an Unternehmen im Gesundheitswesen, Männer bevorzugten eher Finanztechnologie beziehungsweise Fintech. Die Forschenden betonen, dass dies Muster hypothetischer Entscheidungen sind, keine allgemeingültigen Regeln.
Gesundheitsunternehmen könnten wegen ihrer Verbindung zu Fürsorge und gesellschaftlichem Nutzen ansprechen, Fintech dagegen Männer stärker interessieren. Das sind mögliche Deutungen, kein Beleg für feste Präferenzen.
Ein alternativer Weg, aber keine vollständige Lösung
Equity-Crowdfunding kann den Kreis potenzieller Unterstützer erweitern, weil Unternehmen direkt von der Öffentlichkeit Kapital einwerben können. Die Studie zeigt jedoch nicht, dass Ungleichheiten beim Zugang zu Finanzierung verschwunden sind.
Reale Ergebnisse hängen auch von der Qualität des Pitches, den bereitgestellten Informationen, dem Finanzierungsziel und dem erreichten Publikum ab.
Die Branchenpositionierung könnte entscheidend sein
Die Untersuchung unterstreicht, dass Zweck und Branche eines Unternehmens das Interesse von Investoren prägen können. Gesundheitswesen und Fintech erzeugen unterschiedliche Erwartungen an gesellschaftlichen Nutzen, Risiko, Technologie und finanzielle Chancen.
In dieser Stichprobe schien die Branche wichtiger zu sein als das Geschlecht des Gründers.
Was die Ergebnisse zeigen — und was nicht
Die Umfrage erfasst geäußerte Präferenzen in einer großen britischen Stichprobe, garantiert aber kein Verhalten in realen Märkten. Sie zeigt, dass die Geschäftsart bei den getesteten hypothetischen Entscheidungen stärker wirkte als das Geschlecht des Gründers.
Dieser Artikel basiert auf einer Berichterstattung von Phys.org. Originalartikel lesen.
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