
Eisendüngungs-Theorie in Frage gestellt: Schmelzende Gletscher können den Klimawandel nicht kompensieren
Eine seit Langem bestehende Theorie, wonach das Schmelzen antarktischer Gletscher durch die Freisetzung von Eisen, das kohlenstoffabsorbierende Algen nährt, zur Verlangsamung des Klimawandels beitragen könnte, wird durch neue Forschung untergraben. Wissenschaftler, die den Südlichen Ozean untersuchen, haben erhebliche Mängel in der Theorie gefunden.
- Neue Forschung stellt die Theorie in Frage, dass die Freisetzung von Gletschereisen kohlenstoffabsorbierende Meeresalgen düngen würde
- Ein Großteil des von Gletschern freigesetzten Eisens liegt in mineralischen Formen vor, die Phytoplankton nicht aufnehmen kann
- Klimamodelle könnten die Erwärmung unterschätzen, wenn Eisendüngungs-Rückkopplungen schwächer als angenommen sind
- Der Fund entfernt eine potenzielle natürliche Bremse des Klimawandels aus wissenschaftlichen Prognosen

