Steine, die hier nicht sein sollten
Jahrzehntelang hatten Geologen in den Hudson Mountains der Antarktis etwas Seltsames beobachtet: Anhäufungen von rosafarbenen Granitkieseln, die auf dem typischen dunklen Vulkangestein der Region liegen. Granit und vulkanischer Basalt entstehen durch völlig unterschiedliche geologische Prozesse, und das Vorhandensein von Granit in einem von Vulkanterrain dominierten Gebiet warf Fragen auf, die bisher niemand vollständig beantwortete. Eine neue Studie hat das Rätsel nun gelöst — und dabei eine geologische Struktur von außergewöhnlichem Ausmaß enthüllt, die unter einem der wichtigsten Gletscher der Antarktis verborgen liegt.
Die Forschung, veröffentlicht in einer führenden Geowissenschaftliche Zeitschrift von einem Team British und American Geologen, kombinierte radiometrische Altersbestimmung und luftgestützte Gravity Surveys, um die oberflächlichen Felsbrocken mit ihrer Quelle zu verbinden: ein massiver Granitkorpus oder pluton, mehrere Kilometer unter Pine Island Glacier begraben und sich fast 100 Kilometer in seiner größten Breite erstreckend.
Altersbestimmung der Gesteine
Der Schlüssel zur Lösung des Rätsels war die radiometric dating der rosafarbenen Granitbrocken. Das Team wandte uranium-lead dating auf zircon Kristalle im Granit an und versetzte die Bildung des Granits in die Jurassic Periode, vor etwa 170 Millionen Jahren — als die Antarktis Teil des Superkontinents Gondwana war und weit verbreitete igneous activity erlebte, die mit seinem Zerfall verbunden war.
Die Jurassic Granitbildung in der Antarktis ist an sich nicht ungewöhnlich. Was diese Ergebnisse bedeutsam machte, war das, was die Datierung über die Reise der Brocken zur Oberfläche implizierte. Die Brocken entstanden nicht lokal aus oberflächlicher vulkanischer Aktivität — sie wurden aus der Tiefe erodiert und über geologische Zeit durch glacial dynamics nach oben transportiert, auftauchend an der Oberfläche, als Pine Island Glaciers fluktuierende Eisschichten das zugrunde liegende Gestein abwechselnd vorrückten und zurückzogen.




