Ein weiteres beschädigtes Tankflugzeug wird sichtbar
Eine kampfbeschädigte KC-135 Stratotanker wurde in RAF Mildenhall im Vereinigten Königreich fotografiert und ergänzt die Hinweise darauf, wie verwundbar US-Unterstützungsflugzeuge während des inzwischen pausierten Kriegs mit dem Iran waren. Die von The War Zone veröffentlichten und vom Luftfahrtfotografen Andrew McKelvey aufgenommenen Bilder zeigen ein Flugzeug, dessen Heck, Seitenleitwerk, Klappen und Spoiler mit provisorischen Splitterreparaturen übersät sind. Außerdem fehlt der Betankungsausleger vollständig.
Das Flugzeug wird als mindestens zweites beschädigtes Tankflugzeug beschrieben, das die Basis passiert hat, was darauf hindeutet, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt. Unterstützungsflugzeuge ziehen selten so viel öffentliche Aufmerksamkeit auf sich wie Jagdflugzeuge oder Bomber, aber sie sind für anhaltende US- und alliierte Luftoperationen grundlegend. Werden sie beschädigt, können sich die operativen Folgen schnell ausbreiten.
Was über das Flugzeug bekannt ist
Die Tanker trägt die Hecknummer 63-8028 und gehört zur 168th Wing der Alaska Air National Guard. Dem Bericht zufolge zeigen Flugdaten, dass sie am Samstag von Ben Gurion Airport nach RAF Mildenhall geflogen ist. McKelvey sagte, die Maschine habe am Montagmorgen noch auf den Besucherständen der Basis gestanden.
Wo genau das Flugzeug getroffen wurde, ist unklar. Eine Möglichkeit ist der iranische Langstreckenangriff auf Prince Sultan Air Base in Saudi-Arabien am 14. März, bei dem Berichten zufolge fünf Tankflugzeuge beschädigt wurden. Die Geschichte weist jedoch auch darauf hin, dass FlightRadar24-Daten diese KC-135 rund um diesen Zeitraum in Tel Aviv ein- und ausfliegen lassen, was das Bild verkompliziert. Der Artikel sagt ausdrücklich: Das Flugzeug könnte anderswo getroffen worden sein, oder die Tracking-Daten könnten unvollständig oder fehlerhaft sein.
Warum Tankerschäden wichtig sind
Der auffälligste Aspekt der Fotos könnte die Verwundbarkeit von Unterstützungsflugzeugen sein. Tanker sind hochwertige Assets. Sie erweitern die Reichweite, unterstützen die Durchhaltefähigkeit im Gefecht und machen lange Schlagpakete überhaupt erst möglich. Zugleich operieren sie meist von vorhersehbaren Basen und sind auf feste Infrastruktur angewiesen, was sie zu attraktiven Zielen bei regionalen Raketen- oder Drohnenangriffen machen kann.
Ein beschädigter Betankungsausleger ist besonders folgenreich, weil er die Kernaufgabe des Flugzeugs direkt beeinträchtigt. Selbst wenn eine Zelle noch gerade so flugtauglich ist, um verlegt zu werden, kann der Verlust der Boom-Funktion sie bis zu umfangreichen Reparaturen aus dem Tankerdienst nehmen. Das verringert die Kapazität in einer Phase, in der Kapazität möglicherweise ohnehin knapp ist.
Der Hintergrund der Israel-Stationierung
Der Bericht von The War Zone sagt außerdem, dass Dutzende derzeit auf dem Ben Gurion Airport stationierte Tankflugzeuge der US Air Force voraussichtlich mindestens bis Jahresende in Israel bleiben werden, unter Berufung auf Israels N12 News. Diese dauerhafte Präsenz habe am Flughafen operative Schwierigkeiten verursacht, weil die Flugzeuge große Flächen der verfügbaren Stellplätze belegen.
Die logistische Belastung unterstreicht einen größeren Punkt. Tanker-Stationierungen hängen nicht nur von der Zahl der Flugzeuge ab. Sie erfordern auch sichere Basen, Wartungsdurchsatz, Ersatzteile und Raum für den Betrieb. Wenn beschädigte Flugzeuge hinzukommen, werden diese Anforderungen noch schwerer.
Eine sichtbare Erinnerung an die Gefährdung von Unterstützungsstreitkräften
Fotos gepatchter Kampfflugzeuge sind nach intensiven Einsätzen nichts Ungewöhnliches. Dass dieselbe Art von Schäden an einem Betankungstanker zu sehen ist, erinnert daran, dass moderne Luftkampagnen rückwärtige und unterstützende Systeme viel stärker gefährden, als traditionelle Distanzannahmen einst vermuten ließen. Langstrecken-Schlagsysteme verkleinern die Geographie, und eine Plattform, die einst als relativ geschützt galt, kann schnell zum Opfer oder Beinahe-Opfer werden.
Diese KC-135 wird am Ende vielleicht nur als ein Flugzeug in Erinnerung bleiben, das auf dem Weg zur Reparatur eine britische Basis durchquerte. Doch das Bild hat eine größere Bedeutung. Es zeigt in ungewöhnlich konkreter Form, dass die Aufrechterhaltung von Luftmacht unter Raketenbedrohung ebenso zentral für den Kampf wird wie das Erzeugen von Einsätzen selbst.
Dieser Artikel basiert auf einer Berichterstattung von twz.com. Den Originalartikel lesen.
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