Eine Studie der Norwegian University of Science and Technology deutet darauf hin, dass langfristig erhobene physiologische Daten bei Menschen mit anhaltenden Beschwerden nach einer Gehirnerschütterung mittelschwere bis schwere Kopfschmerzen oder Müdigkeit vorhersagen könnten.

An der Studie nahmen 20 Personen teil; sie wurde im Journal of Head Trauma Rehabilitation veröffentlicht. Die Forschenden erklärten, dass Symptome des Folgetags möglicherweise Mustern folgen, die künstliche Intelligenz lernen kann.

Muster erkennen, bevor Symptome auftreten

Eine Warnung über eine Smartwatch oder App könnte Patienten helfen, den nächsten Tag zu planen, und medizinischem Personal zusätzliche Informationen liefern.

Dies ist jedoch eine mögliche künftige Anwendung, kein klinisches Produkt. Die Studie zeigt lediglich Signale, die mit späteren Symptomen verbunden waren.

Körperdaten und Symptomprotokolle

Die Forschenden kombinierten Gesundheits-App-Daten, physiologische Informationen und foundation models. Erfasst wurden unter anderem Herzrhythmus, Haut, Muskeln und gemeldete Symptome.

Ziel war nicht, Kopfschmerzen zu verhindern, sondern mittelschwere bis schwere Kopfschmerzen und Müdigkeit einen Tag im Voraus vorherzusagen.

Warum eine Warnung wichtig sein könnte

Eine Prognose könnte bei der Planung von Aktivität, Ruhe und Arztterminen helfen und ein genaueres Bild der Symptomverläufe liefern.

Eine mittlere bis gute Genauigkeit bedeutet keine Gewissheit. Die Warnung wäre eine auf beobachteten Mustern beruhende Prognose.

Eine kleine Studie mit praktischem Ziel

Mit nur 20 Teilnehmenden beweist die Studie nicht, dass die Methode bei allen Menschen mit Gehirnerschütterung funktioniert. Sie zeigt jedoch, dass lernbare Muster für den Folgetag existieren können.

Vor einer Anwendung in der Regelversorgung sind größere Studien und Untersuchungen unter realen Bedingungen erforderlich.

Dieser Artikel basiert auf einer Meldung von Medical Xpress. Originalartikel lesen.

Originally published on medicalxpress.com