Phase-2-Ergebnisse deuten auf mögliche Änderung der Immunsuppression hin
Die BESTOW-Studie zeigte, dass Tegoprubart, ein Anti-CD40L-Antikörper, die Nierenfunktion bei Erwachsenen nach einer ersten Nierentransplantation besser erhielt als Tacrolimus. Die Ergebnisse sollen auf der ASN Kidney Week 2026 vorgestellt werden.
Tacrolimus ist ein Standardbestandteil der Immunsuppression nach einer Transplantation. Es verhindert Abstoßungen, kann aber unter anderem Nierentoxizität, Bluthochdruck, Diabetes, Zittern und Brain Fog verursachen.
Die Ergebnisse begründen noch keinen neuen Therapiestandard. Sie stammen aus einer Phase-2-Studie, liefern aber ein frühes klinisches Signal für einen Ansatz, der einige Belastungen einer Tacrolimus-Therapie verringern könnte.
Nierenfunktion blieb 18 Monate lang höher
In BESTOW stabilisierte sich die Funktion des Nierentransplantats nach dem ersten Monat und war zu jedem berichteten Zeitpunkt unter Tegoprubart höher. Nach 18 Monaten war der Vorteil statistisch signifikant.
Die Studie umfasste 127 behandelte Patienten; 107 schlossen die Behandlung bis Woche 52 ab: 51 mit Tegoprubart und 56 mit Tacrolimus. Diese Zahlen beantworten allein nicht alle Fragen zu Sicherheit und Wirksamkeit.
Was Tegoprubart unterscheidet
Tegoprubart richtet sich gegen den CD40L-Signalweg, der für die Kommunikation zwischen Immunzellen zentral ist. Dieser Mechanismus bildet die Grundlage für seine mögliche Verwendung in einer immunsuppressiven Transplantationstherapie.

Andrew Adams von der University of Minnesota Medical School sagte, die Therapie könnte Tacrolimus bei verschiedenen Transplantationsarten ersetzen. Das ist eine zukunftsgerichtete Einschätzung; die verfügbaren Daten betreffen Erwachsene nach einer ersten Nierentransplantation.
Lebensqualität liefert ein weiteres Maß
Eine aktuelle BESTOW-Analyse verglich die von Patienten berichtete gesundheitsbezogene Lebensqualität. In Woche 52 verbesserten sich unter Tegoprubart alle fünf berichteten Subskalen, unter Tacrolimus vier von fünf.
Die Tegoprubart-Gruppe zeigte größere Verbesserungen bei der psychischen Komponente und eine numerisch stärkere Verringerung des Gesamtsymptomwerts.
Warum Vorsicht angebracht ist
Die Daten sind ermutigend, aber vorläufig. BESTOW ist eine Phase-2-Studie; vollständige Angaben zu Abstoßungen, Nebenwirkungen, langfristiger Dauerhaftigkeit und anderen Transplantationsgruppen liegen noch nicht vor.
Wie es weitergeht
- Den Nierenfunktionsvorteil in größeren Gruppen bestätigen.
- Die Dauerhaftigkeit der Transplantatergebnisse langfristig bewerten.
- Sicherheit, Abstoßungsschutz und Verträglichkeit untersuchen.
- Für andere Transplantationen eigene Evidenz erheben.
Derzeit liefert BESTOW Hinweise, dass ein Anti-CD40L-Ansatz in der untersuchten Gruppe die Nierenfunktion besser erhalten könnte als Tacrolimus. Vor einer Änderung der klinischen Praxis sind weitere Bestätigungen erforderlich.
Dieser Artikel basiert auf einer Meldung von Medical Xpress. Originalartikel lesen.
Originally published on medicalxpress.com







