Die Trainingsintensität scheint wichtiger zu sein als Bewegung allein
Bewegung ist ein Standardbestandteil der kardiovaskulären Versorgung, doch eine wichtige klinische Frage ist in der Praxis weiterhin ungeklärt: Welche Trainingsform bringt Patienten mit bestehender Herzerkrankung den größten Gefäßvorteil? Eine neue Übersichtsarbeit legt nahe, dass die Antwort nicht einfach mehr Bewegung ist, sondern diese Bewegung mit höherer Intensität zu strukturieren.
Forscher der Universität Miguel Hernández in Elche und des Alicante Institute for Health and Biomedical Research berichten, dass hochintensives Intervalltraining, kurz HIIE, die belastbarsten Hinweise auf eine Verbesserung der Endothelfunktion bei Erwachsenen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigte. Die Ergebnisse wurden im European Journal of Preventive Cardiology veröffentlicht und von Medical Xpress zusammengefasst.
Warum die Endothelfunktion wichtig ist
Eine endotheliale Dysfunktion ist ein Kernmerkmal von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Endothel, die innere Auskleidung der Blutgefäße, hilft bei der Regulation von Vasodilatation, Entzündung und Thrombose. Wenn es schlecht funktioniert, verschlechtert sich die Gefäßgesundheit auf eine Weise, die die Prognose von Patienten mit Erkrankungen wie koronarer Herzkrankheit oder chronischer Herzinsuffizienz verschlechtern kann.
Gerade wegen dieser zentralen Rolle ist die Verbesserung der Endothelfunktion kein Randziel der Physiologie. Sie steht direkt mit der Fähigkeit des Körpers in Verbindung, den Blutfluss zu steuern und über die Zeit ein gesünderes Gefäßverhalten aufrechtzuerhalten. Die neue Studie konzentrierte sich auf die flussvermittelte Dilatation, kurz FMD, die der Originaltext als den nichtinvasiven Goldstandard zur Messung der Endothelfunktion beschreibt.






