Growatt zielt mit einer neuen modularen Plattform auf gewerbliche Speicheranwendungen

Growatt hat ein neues All-in-one-Hybridspeichersystem für gewerbliche und industrielle Einsätze auf den Markt gebracht und damit eine weitere Option in einem Markt hinzugefügt, der sich schnell in Richtung standardisierter, modularer Batterieprodukte bewegt. Das neue System mit dem Namen RISE 261H-XH wurde als Speicherplattform für den gewerblichen und industriellen Einsatz sowie für größere Energieanwendungen vorgestellt.

Laut dem Ausgangsmaterial wird das Produkt in vier Leistungsvarianten angeboten: 50 kW, 63 kW, 85 kW und 125 kW. Alle vier Versionen basieren auf derselben 261-kWh-Speicherplattform, ein Konstruktionsansatz, der auf eine vertraute Branchenstrategie hinweist: den Energieblock konstant zu halten und unterschiedliche Leistungswerte anzubieten, um verschiedene Lastprofile, Backup-Anforderungen und Projektökonomien abzudecken.

Eine Plattform, mehrere Einsatzgrößen

Die Grundarchitektur des Systems basiert auf einer 261-kWh-Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit 3,2-V- und 314-Ah-Zellen. Growatt sagt, die Batterie unterstütze eine Entladetiefe von 95 %, ein wichtiger Wert, weil er angibt, wie viel der gespeicherten Energie im normalen Betrieb genutzt werden kann. Für Betreiber kann eine höhere nutzbare Kapazität den Nutzen eines Batteriesystems verbessern, insbesondere bei Eigenverbrauch, Lastspitzenkappung, Backup oder zeitabhängiger Optimierung.

Das Unternehmen positioniert das System außerdem als modularen Baustein und nicht als Einzelgehäuse. Für größere Projekte können bis zu 10 Einheiten kombiniert werden, wodurch sich die Gesamtgröße auf bis zu 1,25 MW und 2,61 MWh erhöht. Damit ist das Produkt nicht nur für kleinere Gewerbeinstallationen relevant, sondern auch für Standorte, die einen größeren Speicherbedarf haben, etwa Anlagen mit höheren elektrischen Lasten oder strengeren Anforderungen an die Ausfallsicherheit.

Diese Skalierbarkeit wird im C&I-Markt zunehmend wichtiger. Käufer möchten häufig mit einem auf den aktuellen Bedarf ausgelegten System starten und später Kapazität hinzufügen, wenn sich Tarife ändern, die Eigenerzeugung wächst oder die Elektrifizierung die Last erhöht. Ein modulares System kann Umplanungen reduzieren und den Weg vom Pilotprojekt zur breiteren Einführung verkürzen.