Eine neue KI-gestützte Bedrohung erreicht Schulen
Kinderschutzexperten in Großbritannien drängen Schulen, identifizierbare Fotos von Schülern von ihren Websites und Social-Media-Kanälen zu entfernen, nachdem Erpresser solche Bilder genutzt haben, um mit KI-Tools sexuell explizites Material zu erstellen. Die Warnung folgt auf mindestens einen bestätigten Fall, in dem eine nicht genannte Sekundarschule ins Visier geriet, nachdem Kriminelle Schülerfotos aus öffentlichen Online-Quellen entnommen, in missbräuchliche Bilder umgewandelt und dann Geld verlangt hatten, damit das Material nicht veröffentlicht werde.
Der von der Internet Watch Foundation beschriebene Fall weist auf eine besonders beunruhigende Entwicklung bei Online-Schäden hin. Anstatt intime Materialien zu stehlen, die bereits existieren, können Täter sie nun aus gewöhnlichen Schulporträts, Veranstaltungsfotos oder Social-Media-Posts fabrizieren. Das senkt die Schwelle für Missbrauch und macht selbst alltägliche Online-Sichtbarkeit zu einer möglichen Quelle von Erpressung.
Was in dem gemeldeten Fall geschah
Dem vorliegenden Bericht zufolge sagte die Internet Watch Foundation, dass eine nicht genannte britische Sekundarschule Ziel eines Erpressungsversuchs wurde, nachdem Kriminelle Fotos verwendet hatten, die von der Website der Einrichtung oder ihren Social-Media-Konten stammten. Mit KI-Tools verwandelten sie diese Bilder in Material sexuellen Kindesmissbrauchs und schickten die Ergebnisse an die Schule, verbunden mit der Drohung, sie online zu veröffentlichen, wenn kein Geld gezahlt werde.
Die Organisation sagte, sie habe die Erpressungsbilder in einen digitalen Hash, also einen Fingerabdruck, umgewandelt und diese Daten mit großen Technologieplattformen geteilt, um zu helfen, das Hochladen des Materials zu blockieren. Die Aufsichtsorganisation teilte außerdem mit, dass 150 Bilder aus diesem Vorfall nach britischem Recht als Material sexuellen Kindesmissbrauchs eingestuft werden könnten.
Behördenvertreter machten deutlich, dass dies kein Einzelfall sei. Die Internet Watch Foundation sagte, sie sei über weitere Erpressungsversuche im Vereinigten Königreich informiert, bei denen manipulierte Bilder von Schulwebsites oder Social-Media-Konten verwendet wurden, auch wenn Details dieser Fälle nicht öffentlich gemacht wurden.




