Ein neuer Übertragungsweg wird dokumentiert
Ein neu dokumentierter H5N1-Fall in Los Angeles sorgt für Aufmerksamkeit, weil er offenbar eine Übertragung der Vogelgrippe von Katze zu Mensch zeigt. Laut einem Fallbericht im Morbidity and Mortality Weekly Report der US-Behörden CDC wurde bei einer Veterinärkraft Monate nach dem Umgang mit einer infizierten Katze ein H5N1-Antikörpernachweis festgestellt.
Die Person berichtete nie über Symptome, und die Gesundheitsbehörden stellten zum Zeitpunkt der Exposition keine akute Infektion fest. Dennoch ist der Befund wichtig, weil er die bekannten Wege erweitert, über die das Virus den Menschen erreichen kann. In diesem Fall deutet die Evidenz nicht auf eine direkte Exposition durch Wildvögel oder Milchkühe hin, sondern auf eine Hauskatze.
Das bedeutet nicht, dass Katzen die menschliche Verbreitung antreiben. Es bedeutet aber, dass die öffentliche Gesundheitskarte rund um H5N1 komplexer geworden ist.
Was Ermittler in Los Angeles County fanden
Die gemeldete Exposition entstand im Zuge einer Untersuchung schwer erkrankter Katzen in Los Angeles County zwischen November 2024 und Januar 2025. Die Gesundheitsbehörden des Countys erhielten 19 Meldungen über Katzen mit Verdacht auf H5N1. Neun dieser Katzen wurden auf die führende Virusvariante getestet, und alle neun waren positiv.
Laut dem Ausgangstext berichteten die Katzenhalter von einer jüngsten Exposition gegenüber Rohmilch, rohem Geflügel oder rohem Tierfutter. Einige dieser Produkte waren ebenfalls viruspositiv. Dieses Detail ist wichtig, weil es eine über Lebensmittel vermittelte Exposition als wahrscheinlichen Infektionsweg für die Katzen selbst nahelegt.
Die Behörden identifizierten dann 139 Personen, die möglicherweise den infizierten Katzen ausgesetzt waren. Mehrere entwickelten später grippeähnliche Symptome, doch niemand wurde zum Zeitpunkt der Untersuchung positiv auf eine akute H5N1-Infektion getestet.





