Ein Sprint durch fünf Generationen der Supra-Geschichte
Die Toyota Supra war nie nur ein einziges Auto. Über fünf Generationen hinweg hat sie sich von einem komfortablen Celica-Ableger in eine flache, turboaufgeladene Performance-Ikone und schließlich in eine gemeinsam mit BMW entwickelte Maschine verwandelt. In jeder Ära erzählte die Stoppuhr einen Teil der Geschichte. Ein Sprint von 0 auf 60 mph ist nicht das einzige Maß für ein Sportcoupé, aber er bietet eine einfache Möglichkeit nachzuvollziehen, wie weit Toyota die Supra über fast fünf Jahrzehnte getrieben hat.
Laut der Rangliste von Jalopnik folgen die Ergebnisse einem vertrauten Muster: Neuere Supras sind schneller als ältere. Die fünfte und jüngste Generation ist die schnellste von allen, während die ursprüngliche Celica Supra das Schlusslicht der Liste bildet. Die interessantere Frage ist nicht nur, welche Supra den Sprint gewinnt, sondern wie viel Fortschritt der Name zwischen seinem Debüt in den 1970er-Jahren und seiner modernen, von BMW unterstützten Wiedergeburt gemacht hat.
Die Rangliste auf einen Blick
Nur die Beschleunigung einer Generation wird im Quellmaterial detailliert beschrieben, doch die Gesamtreihenfolge ist klar genug. Die fünf Generationen der Supra reihen sich fast genau so auf, wie es die Chronologie vermuten lässt, wobei jede nachfolgende Ära die vorherige übertrifft. Das bedeutet: Der ursprüngliche A40 ist der langsamste, und das aktuelle Fahrzeug der fünften Generation ist das schnellste.
- Erste Generation: Die A40 Celica Supra, eine schwerere und luxuriösere Celica-Variante, ist die langsamste Supra bei 0-60.
- Zweite Generation: Ein Schritt nach vorn gegenüber dem Original, Teil der allmählichen Entwicklung der Supra hin zu stärkerer Performance.
- Dritte Generation: Schneller als ihre Vorgänger, während Toyota die Formel weiter verfeinerte.
- Vierte Generation: Noch schneller, sie überbrückt die Lücke zwischen der klassischen Supra-Ära und dem modernen Revival.
- Fünfte Generation: Das Modell aus der BMW-Kollaboration ist die bislang schnellste Supra.
Diese Rangliste stützt sich auf die zentrale Beobachtung der Quelle: Die neueren Generationen sind schneller als die, die vor ihnen kamen. Genaue Zeiten für die mittleren Generationen werden nicht genannt, doch die Richtung ist unstrittig. Die 0-60-Performance der Supra verbesserte sich mit der Weiterentwicklung des Autos.
Der Ursprung: Ein Celica im Supra-Gewand
Von der Celica XX zum A40
Die Geschichte der Supra beginnt im April 1978, als Toyota in Japan die Celica XX vorstellte. Es war ein zweitüriges Coupé, das als veredelte Celica begann, doch Toyota gab ihm Grand-Tourer-Ambitionen. Der Innenraum war luxuriöser, mit optionaler Lederausstattung und zusätzlicher Geräuschdämmung. Es war kein abgespeckter Track-Special. Es war ein komfortables, langstreckentaugliches Coupé mit einem Reihensechszylinder.
Das Auto erreichte die Vereinigten Staaten im darauffolgenden Jahr als Celica Supra, intern als A40 bekannt. In Japan konnten Käufer zwischen 2,0-Liter- und 2,6-Liter-Motoren wählen. In Amerika wurde nur der größere Motor angeboten. Dieser Reihensechszylinder war das entscheidende Unterscheidungsmerkmal zur regulären Celica und verlieh der Supra einen kultivierteren Charakter als ihrem Schwestermodell.
Toyota machte die Supra-Version außerdem breiter und länger als die Standard-Celica, insbesondere an der Front. Das zusätzliche Blech half, den größeren Motor unterzubringen. Der A40 kam in den meisten Ausstattungsvarianten mit Scheibenbremsen an allen vier Rädern sowie wahlweise mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe oder einer Viergang-Automatik. Es war ein frühes Beispiel dafür, wie Toyota Komfort, Technologie und Performance miteinander verband.
Der erste 0-60-Maßstab
Unter der Haube leistete der 2,6-Liter-Motor 110 PS und 136 Pfund-Fuß Drehmoment. Das mag heute bescheiden klingen, doch der Motor war aus einem anderen Grund bemerkenswert: Er war Toyotas erster Motor mit elektronischer Kraftstoffeinspritzung. In den Händen von Car and Driver brauchte die Celica Supra 11,2 Sekunden, um 60 mph zu erreichen. Eine Abschnittsüberschrift in der Quelle rundet diesen Wert auf 10,2 Sekunden, was eine kleine Diskrepanz erzeugt, doch so oder so ist die ursprüngliche Supra eindeutig die langsamste der fünf Generationen.
Diese langsamste Platzierung ist keine Beleidigung. Der A40 wurde in einer anderen Ära mit anderen Prioritäten entworfen. Er war in erster Linie ein Grand Tourer, und sein Reihensechszylinder stand ebenso für Laufruhe und Prestige wie für reine Geschwindigkeit. Die 0-60-Zeit spiegelt die Technologie und die Erwartungen der späten 1970er-Jahre wider, nicht einen Mangel an Ambition.
Wie die Supra schneller wurde
Die Evolution der Supra ist eine Fallstudie darüber, wie sich Sportcoupés über die Jahrzehnte verändert haben. Das ursprüngliche Auto war eine luxuriöse Celica-Variante. Bis zur fünften Generation war die Supra laut der farbenfrohen Beschreibung der Quelle zu einem bedrohlichen, kurvenreichen Ball turboaufgeladener Wut geworden. Ihr 0-60-Sprint lässt sich in etwa in der Zeit absolvieren, die man braucht, um einen Satz zu lesen – ein dramatischer Kontrast zum 11,2-Sekunden-Lauf des A40.
Die Supra der fünften Generation ist unter Puristen auch die umstrittenste, weil sie in Zusammenarbeit mit BMW entstand. Diese Partnerschaft gab dem Auto einen anderen technischen Hintergrund als seinen Vorgängern, doch sie hinderte die Supra nicht daran, die bislang schnellste Version zu werden. Das neueste Modell ist die schnellste aller Supra-Generationen und repräsentiert den größten Sprung in der Performance-Geschichte des Namens.
Die mittleren Generationen füllten die Lücke. Jede baute auf der vorherigen auf und fügte Leistung, Verfeinerung und Fähigkeiten hinzu. Die Quelle liefert nicht für jedes Modell einzelne Beschleunigungswerte, macht aber deutlich, dass die Entwicklung stetig verlief. Die Supra sprang nicht über Nacht vom langsamen Grand Tourer zur turboaufgeladenen Rakete. Sie verbesserte sich Generation für Generation.
Was 0-60 uns sagt – und was nicht
Die 0-60-Metrik ist nützlich, weil sie einfach, wiederholbar und leicht zu vergleichen ist. Sie hat auch Grenzen. Die Quelle merkt an, dass sich die Supra-Generationen in mehr als nur der Motorleistung unterscheiden. Jede Ära brachte ihre eigene Designsprache, Chassis-Abstimmung, Getriebeoptionen und Marktkontext mit sich. Die Scheibenbremsen an allen vier Rädern und das optional erhältliche Fünfgang-Schaltgetriebe des A40 waren für ihre Zeit bemerkenswert. Spätere Supras mussten unterschiedliche Emissionsvorschriften, Sicherheitsstandards und Kundenerwartungen erfüllen.
Beschleunigungszeiten hängen auch von den Bedingungen ab. Ein Magazintest ist nicht dasselbe wie die Erfahrung eines Besitzers. Reifen, Temperatur, Höhe und Fahrbahnbelag spielen eine Rolle. Die Rangliste ist also zwar unkompliziert, sollte aber als Orientierung und nicht als endgültiges Urteil über den Platz jeder Supra in der Geschichte gelesen werden. Der 11,2-Sekunden-Lauf des Originalautos gehört zu einer anderen Welt als die moderne turboaufgeladene Performance des Fahrzeugs der fünften Generation.
Dennoch ist der Trend bedeutsam. Er zeigt, wie weit die Automobiltechnik fortgeschritten ist und wie sich Toyotas Prioritäten verschoben haben. Die Supra begann als komfortabler Cruiser mit Reihensechszylinder. Sie wurde zum Performance-Flaggschiff. Die Stoppuhr fängt diese Verwandlung in einer einzigen Zahl ein.
Das nächste Kapitel: Ein 50. Jubiläum und eine mögliche Wiederbelebung
Der Name Supra feiert 2028 sein 50-jähriges Jubiläum. Dieser Meilenstein wird unweigerlich Spekulationen darüber auslösen, was als Nächstes kommt. Toyota hat wieder einen stärkeren Fokus auf Hochleistungsautos gezeigt, darunter den kommenden Toyota GR GT Supersportwagen. Sollte sich das Unternehmen entscheiden, den Namen Supra erneut wiederzubeleben, würde dieser laut Quelle in der 0-60-Metrik wahrscheinlich alle früheren Supras übertreffen.
Das ist keine Bestätigung einer neuen Supra. Es ist eine vernünftige Vorhersage, basierend auf der Richtung der Marke und dem Fortschritt der Technologie. Eine zukünftige Supra müsste moderne Performance-Standards erfüllen, und diese Standards liegen weit höher als 1978. Ein Hybrid-, Elektro- oder stark turboaufgeladener Nachfolger könnte das aktuelle Fahrzeug der fünften Generation leicht übertreffen.
Vorerst gilt die Rangliste. Der ursprüngliche A40 ist die langsamste Supra, das Modell der fünften Generation aus der BMW-Kollaboration ist die schnellste, und die Generationen dazwischen bilden einen stetigen Aufstieg zur modernen Performance. Fast fünf Jahrzehnte nach dem Debüt der Celica XX bleibt die Supra ein Maßstab dafür, wie sich ein japanisches Sportcoupé entwickeln kann und wie viel sich zwischen einer Generation und der nächsten ändern kann.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Die Toyota Supra hat fünf Generationen durchlaufen, von einem auf der Celica basierenden Grand Tourer bis zu einem von BMW unterstützten Sportwagen.
- Die neueste Supra der fünften Generation ist bei 0-60 die schnellste, während der A40 der ersten Generation der langsamste ist.
- Der A40 debütierte im April 1978 in Japan als Celica XX und kam 1979 als Celica Supra in die USA.
- Sein 2,6-Liter-Reihensechszylinder leistete 110 PS und 136 Pfund-Fuß Drehmoment, wobei Car and Driver eine 0-60-Zeit von 11,2 Sekunden verzeichnete; eine Abschnittsüberschrift nennt 10,2 Sekunden.
- Das 50-jährige Jubiläum der Supra steht 2028 an, und Toyotas Performance-Fokus, einschließlich des GR GT Supersportwagens, lässt die Tür für eine zukünftige Wiederbelebung offen, die schneller sein könnte als jede Supra zuvor.
Dieser Artikel basiert auf Berichterstattung von Jalopnik. Lesen Sie den Originalartikel.
Originally published on jalopnik.com








