Ladeinfrastruktur im großen Maßstab

Die Partnerschaft zwischen General Motors und Pilot Flying J hat etwas hervorgebracht, das der US-Markt für Elektrofahrzeuge lange gebraucht hat: ein großflächiges DC-Schnelllademetz, das um die Geografie der amerikanischen Roadtrips und nicht um die Bevölkerungsdichte städtischer Gebiete herum aufgebaut ist. Das GM-Pilot-Netzwerk erstreckt sich jetzt über mehr als 25 Bundesstaaten, mit Ladegeräten an Pilot Flying J Raststätten entlang der großen Interstate-Korridore, die EV-Fahrern eine praktische Option für Langstreckenfahrten durch Regionen bietet, in denen Ladeinfrastrukturen von Drittanbietern historisch selten waren.

Die Initiative spiegelt eine strategische Überlegung beider Partner wider. Für General Motors bietet sie ein Argument für die Ladeinfrastruktur potenzieller EV-Käufer, die Reichweitenangst als Hauptgrund für die Vermeidung von Elektrofahrzeugen nennen. Für Pilot Flying J positioniert sie die Raststättenkette für eine elektrifizierte Zukunft und bietet einen Einnahmestrom aus Ladegebühren und den Zusatzausgaben, die EV-Fahrer – die länger halten als Benzinkunden – typischerweise im Reisezentrum tätigen.

Netzwerkspezifikationen

Die Ladegeräte, die im Pilot Flying J Netzwerk installiert werden, sind SAE CCS-kompatible DC-Schnellladegeräte mit einer Leistung von bis zu 350 Kilowatt, einige der schnellsten, die Einzelhandelskunden in Nordamerika zur Verfügung stehen. Bei 350 kW kann ein kompatibles Fahrzeug wie Hyundai Ioniq 6 oder Kia EV6 in fünf Minuten etwa 60 Meilen Reichweite zurückgewinnen und in etwa 18 Minuten 80 Prozent Ladung erreichen. Die meisten aktuellen EVs erreichen unter 350 kW, sodass die realen Ladegreschwindigkeiten je nach Fahrzeug variieren, aber die Infrastruktur ist zukunftssicher für Fahrzeuge der nächsten Generation mit höheren Ladeakzeptanzraten.

Jede Installation umfasst typischerweise zwischen vier und acht Ladestationen. Pilot Flying J Raststätten sind bereits mit der für Hochleistungsinstallationen erforderlichen Strominfrastruktur ausgestattet – sie betreiben Dieselkraftstoffinseln, Kühlsysteme und großflächige Gastronomieoperationen – was die Kosten und den Genehmigungszeitplan im Vergleich zur Bereitstellung von Ladegeräten an Standorten mit neuen Stromversorgungsanschlüssen reduziert.

NACS-Kompatibilität wird bei neuen Installationen hinzugefügt und bei bestehenden Systemen nachgerüstet, eine Entscheidung, die im Zuge der Übernahme von NACS als Standard-Port durch große EV-Hersteller getroffen wurde. Dies bedeutet, dass das GM-Pilot-Netzwerk mit praktisch allen neuen in den USA verkauften EVs kompatibel sein wird.