Satellitenbilder zeigen eine dramatische Veränderung auf Oahu

Das NASA Earth Observatory hat eine eindringliche Vorher-Nachher-Ansicht der Überschwemmungen auf Oahu veröffentlicht, nachdem zwei starke Märzstürme einige der schlimmsten Überschwemmungen auf Hawaii seit Jahrzehnten ausgelöst hatten. Die Bilder, aufgenommen vom Operational Land Imager an Bord von Landsat 9, vergleichen die Bedingungen vom 25. Januar 2026 mit denen vom 14. März 2026, nachdem das erste und zerstörerischere der beiden Sturmsysteme die Insel getroffen hatte.

Im früheren Bild erscheinen die Küstenorte und das grüne Farmland zwischen Mokuleia und Waialua weitgehend unversehrt, und der nahe Ozean ist größtenteils blau. In der späteren Szene breiten sich Hochwasser über Wohngebiete und Farmland aus, während sich eine rotbraune Sedimentfahne in die Küstengewässer rund um Kaiaka Bay erstreckt. Der direkte Vergleich macht das Ausmaß der Überschwemmung auf eine Weise lesbar, die reine Niederschlagsmengen oft nicht vermitteln.

Die NASA sagt, dass den Überschwemmungen aufeinanderfolgende Tiefdrucksysteme vorausgingen, die Hawaii im März 2026 trafen. In der Nähe der Inseln werden diese subtropischen Wettersysteme als kona lows bezeichnet.

Warum die Stürme so zerstörerisch waren

Laut dem NASA Earth Observatory zogen die Kona-Tiefs Feuchtigkeit aus den Tropen an und befeuerten langsam ziehende Gewitter mit sintflutartigen, zerstörerischen Regenfällen. Diese Kombination ist wichtig. Stürme müssen sich nicht schnell bewegen, um gefährlich zu sein; bei vielen Hochwasserereignissen ist die Dauer der entscheidende Faktor. Wenn starker Regen über denselben Gebieten verharrt, sammelt sich Abflusswasser an, Entwässerungssysteme werden überlastet, und Hochwasser breitet sich weit über Bäche und Kanäle hinaus aus.

Der National Weather Service meldete zwischen dem 11. und 15. März landesweit Niederschlagsmengen von 5 bis 10 Zoll. In einigen Gebieten fielen mehr als 30 Zoll. Wetterstationen in Honolulu, Hilo, Lihue und Kahului brachen in diesem Zeitraum tägliche Niederschlagsrekorde.

Diese Zahlen erklären, warum das Hochwassersignal im Satellitenbild so ausgedehnt ist. Das Bild vom 14. März zeigt nicht nur einen isolierten Wasserfleck. Es zeigt eine Landschaft, die durch Abfluss umgestaltet wurde, mit überfluteten Wohngebieten, überschwemmtem Farmland und sichtbarer Verfärbung der Küstengewässer durch schwebende Sedimente.