Ein an der University of Michigan entwickelter experimenteller Medikamentenkandidat hat eine schwere Form der Fettlebererkrankung bei Tieren durch Wirkung auf den Darm umgekehrt. Die Studie erschien in The Journal of Clinical Investigation.

DT-109 verringerte schädliche Darmbakterien, stärkte die Darmschleimhaut und begrenzte den Übertritt entzündlicher mikrobieller Produkte in den Körper. In Tiermodellen kehrte der Wirkstoff MASH um.

Wie DT-109 wirken soll

DT-109 ist ein glycinbasiertes Tripeptid. Die Forschenden fanden Hinweise darauf, dass es die intestinale Epithelbarriere schützt und den Eintritt schädlicher mikrobieller Produkte in den Kreislauf verringert.

Die Studie verbindet Darmmikrobiom, Darmbarriere und eine Verbesserung der Lebererkrankung. Eine Reparatur der Darmstörung könnte demnach den Leberschäden zugrunde liegenden Entzündungsdruck reduzieren.

Tierdaten, kein klinisches Ergebnis

Die Ergebnisse sind vielversprechend, aber vorläufig. Sie stammen aus Tierversuchen; Belege aus klinischen Studien am Menschen liegen noch nicht vor. Sicherheit, Dosierung, Dauerhaftigkeit und Wirksamkeit müssen geprüft werden.

Warum die Darm-Leber-Verbindung wichtig ist

Bestätigen weitere Untersuchungen den Ansatz, könnte die Behandlung auch die Darmbarriere und mikrobielle Signale statt nur die Leber ansprechen.

Die entscheidende Frage ist, ob die darmprotektive Wirkung bei MASH-Patienten zu einem sicheren und klinisch bedeutsamen Nutzen führt.

Dieser Artikel basiert auf einer Meldung von Science Daily. Originalartikel lesen.

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