Eine weitreichende Entscheidung mit unmittelbaren Einzelhandelauswirkungen

Die Bundeskommission für Kommunikation hat eine wegweisende Entscheidung erlassen, die den Verkauf von WLAN-Routern verbietet, die außerhalb der Vereinigten Staaten hergestellt wurden. Diese Entscheidung betrifft praktisch jede Marke, die derzeit in großen Elektronikfachgeschäften erhältlich ist. Geräte von führenden Herstellern wie TP-Link, Netgear, Asus und anderen, die Hardware aus China oder anderen ausländischen Einrichtungen beziehen, dürfen nun nicht mehr an Neukunden verkauft werden, obwohl Amerikaner, die bereits betroffene Geräte besitzen, diese weiterhin legal nutzen dürfen.

Die sofort gültige Entscheidung stellt eine der umfassendsten Maßnahmen dar, die die FCC jemals gegen Verbraucherelektronik ergriffen hat. Die Beamten begründeten die Entscheidung mit Bedenken der nationalen Sicherheit und beriefen sich auf Geheimdienstbewertungen, wonach im Ausland hergestellte Netzwerkgeräte ausgenutzt werden könnten, um den Internetverkehr zu überwachen oder Heimnetzwerken Zugriff zu verschaffen. Die Kommission hat ihre Überprüfung der chinesischen Telekommunikationshardware jahrelang intensiviert und sich zuvor auf Huawei- und ZTE-Ausrüstung in kommerziellen und staatlichen Kontexten konzentriert. Die Entscheidung vom Donnerstag erweitert diese Logik jedoch erstmals auf den Verbraucherheimnetzkmarkt.

Welche Geräte Betroffenheiten

Der Umfang des Verbots ist bemerkenswert breit. Die Anordnung der FCC gilt für WLAN-Router, Mesh-Netzwerksysteme und kombinierte Modem-Router-Einheiten, die außerhalb der Vereinigten Staaten hergestellt wurden. Praktisch alle wichtigen Verbrauchermarken, die derzeit bei Best Buy, Amazon und anderen US-Einzelhändlern erhältlich sind, beziehen Hardware aus Produktionsanlagen in Asien. Dies bedeutet, dass sich die Regale in wenigen Wochen dramatisch verändern könnten, wenn die vorhandenen Bestände verkauft werden.

Zu den betroffenen bemerkenswerten Marken gehört TP-Link, das einen signifikanten Anteil des US-Heimrouter-Marktes hält und bereits wegen seiner chinesischen Eigentümerschaft von Kongressabgeordneten überprüft wird. Auch Asus, Netgear, Linksys und D-Link sind betroffen. Apples AirPort-Produktlinie wurde vor Jahren eingestellt, und das Unternehmen verkauft derzeit keinen eigenständigen Router. Eero, das Amazon 2019 erworben hat, könnte je nachdem, wo die Hardware zusammengebaut wird, überprüft werden.

Die Kommission räumte eine enge Ausnahmeregelung für Geräte ein, die in Ländern hergestellt werden, mit denen die USA formelle Sicherheitsvereinbarungen haben. Allerdings ist die Liste der qualifizierten Staaten begrenzt und schließt die meisten aktuellen Produktionszentren aus. Den Unternehmen wurden 90 Tage Zeit gegeben, um Compliance-Pläne nachzuweisen, obwohl die tatsächliche Umstellung der Produktion auf konforme Einrichtungen erheblich länger dauern wird.