Die Marines skizzieren die nächste Phase des Bodentruppen-Designs

Das US Marine Corps hat erstmals öffentlich einen Blick auf ein in Entwicklung befindliches Konzept für seine künftigen Bodenkampfkräfte gegeben, einen Plan mit der Bezeichnung Ground Combat Element 2040. Laut dem Ausgangsmaterial wurde das Konzept während eines Panels auf der Modern Day Marine Expo in Washington, D.C. vorgestellt, wo Marine-Führer es als Teil einer fortlaufenden Bemühung beschrieben, zu definieren, was die Bodentruppen des Dienstes auf einem von fortgeschrittener Technologie geprägten zukünftigen Schlachtfeld benötigen werden.

Die Quelle sagt, dass GCE 2040 auf der früheren Force-Design-2030-Initiative aufbaut, die mit dem ehemaligen Kommandanten Gen. David Berger verbunden ist. Das neue Konzept scheint darauf abzuzielen, diese Arbeit fortzuführen, indem es sich auf die Fähigkeiten konzentriert, die notwendig sind, um das nach Aussage der Marine-Führung möglichst tödliche und überlebensfähige Bodenkampfelement aufzustellen, während zugleich die Einsatzbereitschaft während des Übergangs erhalten bleibt.

Technologie ist zentral, aber Integration ebenso

Eines der klarsten Themen im Ausgangsmaterial ist, dass künftige Vorteile nicht allein aus dem Erwerb neuer Hardware entstehen werden. Die Marine-Führung betonte sowohl die Ausstattung von Einheiten mit der neuesten Technologie als auch die Sicherstellung, dass Marines wissen, wie sie diese wirksam einsetzen. Dieser Unterschied ist wichtig, weil der Dienst mit einem Gefechtsumfeld konfrontiert ist, in dem Erfolg ebenso von Anpassung und Doktrin wie von Beschaffung abhängen kann.

Der Artikel stellt das künftige Einsatzumfeld ausdrücklich als eines dar, das zunehmend von künstlicher Intelligenz und autonomen Waffen geprägt ist. Die Quelle enthält außerdem eine Bildunterschrift, in der ein Bediener eines kleinen unbemannten Luftfahrtsystems der Marines beschrieben wird, der während einer Schießvorführung mit einer First-Person-View-Drohne übt, was unterstreicht, wie stark kleine autonome oder halbautonome Systeme bereits in Erprobung und Ausbildung eingebettet sind.

Wofür die Marines GCE 2040 nach eigenen Angaben brauchen

Generalmajor Jason Morris, in der Quelle als Direktor für Operationen in den Bereichen Pläne, Politik und Operationen des Corps bezeichnet, beschrieb die Initiative als Gelegenheit, die Zukunft des Bodenkampfelements zu definieren und einen Pfad über die nächsten drei Verteidigungsprogramme eines Haushaltszyklus hinweg festzulegen. In der Darstellung der Quelle soll dieser Pfad das Corps auf den Horizont ausrichten, zugleich aber anpassungsfähig bleiben und neue Technologien in Marine-Divisionen und untergeordnete Elemente integrieren.

Das Konzept wird weiterhin als Arbeitsversion beschrieben, und die Quelle merkt an, dass die endgültigen Details noch im Fluss sind. Das bedeutet, dass GCE 2040 als Richtungsanzeige und nicht als fertiger Bauplan verstanden werden sollte. Dennoch macht das verfügbare Material deutlich, dass das Corps die Modernisierung der Bodentruppen als aktuelles Planungsthema sieht, nicht als fernes theoretisches Vorhaben.