Die A-10 erhält erneut Aufschub vom Kongress

Der langwierige Streit über die Zukunft der A-10 Warthog ist in eine weitere Runde gegangen: Ein Änderungsantrag zur Version des National Defense Authorization Bill des Streitkräfteausschusses des Repräsentantenhauses soll zentrale Ausbildungs-, Wartungs- und Einsatzfähigkeiten im Zusammenhang mit dem Flugzeug bewahren. Die Luftwaffe drängt seit Jahren auf die Ausmusterung, doch der Kongress hat diesen Prozess wiederholt gebremst oder neu geordnet.

Der jüngste Schritt geht über das bloße Führen von Flugzeugen in den Büchern hinaus. Er würde den Sekretär der Luftwaffe verpflichten, Ausbildung, Tests, Erprobung, Wartung und Unterstützungsleistungen für die A-10 bis zu ihrem geplanten Ruhestandsdatum im Jahr 2030 fortzuführen und zugleich die gewonnenen Erkenntnisse und das operative Fachwissen für das zu bewahren, was die Aufgabe des Flugzeugs irgendwann ersetzen wird.

Warum Expertise jetzt zum Kernpunkt geworden ist

Der Änderungsantrag, der im Ausgangsmaterial dem Abgeordneten Abe Hamadeh aus Arizona zugeschrieben wird, ist bemerkenswert, weil er in einer Phase kommt, in der mehrere institutionelle Stützen rund um die A-10 bereits zurückgefahren werden. Die 357. Fighter Squadron auf der Davis-Monthan Air Force Base entließ im April ihre letzte Klasse von A-10-Schülerpiloten. Die Depot-Wartung des Flugzeugs endete im Februar offiziell mit der Deaktivierung der 571st Aircraft Maintenance Squadron auf der Hill Air Force Base. Auch die A-10 Weapons School soll in diesem Jahr schließen.

Damit geht es nicht mehr nur darum, ob das Flugzeug bis 2030 im Dienst bleibt. Es geht darum, ob die Luftwaffe die Infrastruktur aufrechterhält, die nötig ist, um es wirksam zu betreiben und sein Kampfwissen auf künftige Systeme zu übertragen. Sobald Ausbildungspipelines und spezialisierte Wartungsorganisationen verschwinden, wird die Bewahrung der Fähigkeit deutlich schwieriger, selbst wenn die Flugzeugzellen noch vorhanden sind.

Das Kampfargument ist nicht verschwunden

Der Änderungsantrag spiegelt eine Realität wider, die die Luftwaffe nur schwer sauber wegargumentieren konnte: Die A-10 hat weiterhin politische und operative Verteidiger, weil sie sich in realen Konflikten als nützlich erwiesen hat. The War Zone verweist auf die jüngste Nachfrage nach dem Flugzeug im Nahen Osten und hebt insbesondere seine Rolle bei der Close-Air-Support-Unterstützung während der Bergung zweier abgeschossener F-15E-Besatzungsmitglieder aus iranischem Gebiet hervor.

Diese jüngste Gefechtsrelevanz erschwert das Argument für die Ausmusterung. Die Luftwaffe behauptet seit Jahren, neuere Mehrzweckflugzeuge und künftige Systeme könnten die Aufgabe effizienter übernehmen. Kritiker entgegnen, dass die A-10 Überlebensfähigkeit, Ausdauer und Spezialisierung auf Nahunterstützung in einer Weise vereint, die in der Praxis bislang noch nicht vollständig ersetzt wurde.

Was der Kongress absichern will

Der Änderungsantrag würde die Warthog nicht dauerhaft retten, aber er würde die Luftwaffe zwingen, ihre Unterstützungsstruktur länger aufrechtzuerhalten und das um die Plattform herum aufgebaute Wissen zu dokumentieren. Dazu gehört auch, eine formelle Ausbildungsstaffel für Piloten bis zur Ausmusterung aufrechtzuerhalten, eine besonders klare Forderung angesichts der bereits absolvierten letzten Schülerklasse.

Das ist ein vertrautes Muster in der A-10-Debatte. Der Kongress greift oft nicht nur wegen der Bindung an das Flugzeug selbst ein, sondern weil Abgeordnete Ausmusterungsplänen misstrauen, die Fähigkeiten abbauen, bevor ein ausgereiftes Ersatzsystem klar zur Verfügung steht. Der Fokus des Änderungsantrags auf der Bewahrung gewonnener Erkenntnisse zeigt das Bewusstsein, dass Fähigkeit in Institutionen und Menschen steckt, nicht nur in Hardware.

Ein Ruhestandsdatum, das die Sache womöglich nicht beendet

Die Ausmusterung des Flugzeugs ist derzeit für 2030 vorgesehen, doch die Quelle weist darauf hin, dass die Erfüllung aller Anforderungen der Gesetzgebung seine praktische Lebensdauer über diesen Punkt hinaus verlängern könnte. Selbst wenn das nicht eintritt, erhöht der Änderungsantrag den Druck auf die Luftwaffe, die Warthog in den verbleibenden Jahren einsatzfähig zu halten.

Strategisch ist das bedeutsam, weil die A-10-Debatte zu einem Stellvertreter für eine größere Diskussion über die Streitkräftekonzeption geworden ist. Wie schnell sollten spezialisierte Altplattformen ausgemustert werden? Wie viel Risiko entsteht durch die Annahme, dass breitere, neuere Flotten eng definierte, aber weiterhin essenzielle Missionen übernehmen können? Und wie schwer ist es, Fachwissen wieder aufzubauen, das man hat erodieren lassen, wenn der operative Bedarf zurückkehrt?

  • Ein Änderungsantrag im Repräsentantenhaus würde anhaltende Unterstützung für die A-10 bis zum geplanten Ruhestand im Jahr 2030 verlangen.
  • Die Maßnahme legt den Schwerpunkt auf Ausbildung, Aufrechterhaltung und den Erhalt von Gefechtserfahrung.
  • Sie kommt nach dem Ende der Ausbildung neuer Piloten und der Schließung der Depot-Wartung.
  • Jüngste Einsätze im Nahen Osten stärken weiterhin die Verteidiger des Flugzeugs.

Der Änderungsantrag beendet den Kampf um die Ausmusterung nicht. Er unterstreicht jedoch dieselbe Botschaft, die der Kongress schon zuvor vermittelt hat: Die A-10 auszumustern ist eine Sache; die Wissensbasis ihrer Mission zu zerschlagen, bevor ein überzeugender Ersatz existiert, ist eine andere.

Dieser Artikel basiert auf einer Berichterstattung von twz.com. Den Originalartikel lesen.

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