Australien wendet sich an Japan für eine schnelle Fregattenaufstockung

Australien hat sich zu einer großen Fregattenbeschaffung verpflichtet, die maritimen Handlungsdruck, Industriepolitik und eine engere strategische Ausrichtung auf Japan miteinander verbindet. Im Rahmen von Project Sea 3000 haben Australien und Japan einen Vertrag über drei modernisierte Mogami-Fregatten unterzeichnet, die von Mitsubishi Heavy Industries in Japan gebaut werden sollen, gefolgt von acht weiteren in Westaustralien.

Die Vereinbarung, die Anfang April an Bord der JS Kumano in Melbourne unterzeichnet wurde, ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Sie wird als Japans bisher größter Rüstungsexport beschrieben, verschafft Australien einen schnelleren Weg zum Ersatz alter Kriegsschiffe und erweitert eine Verteidigungsbeziehung, die angesichts wachsender Sicherheitsbedenken im Indopazifik wichtiger geworden ist.

Die erste in Japan gebaute Fregatte soll bis Dezember 2029 ausgeliefert werden. Das umfassendere Vorhaben, einschließlich des Baus in Australien, dürfte in den kommenden zehn Jahren bis zu 20 Milliarden australische Dollar kosten, also etwa doppelt so viel wie vor zwei Jahren genannt wurde.

Warum Australien so schnell handelt

Die Überwasserflotte der Royal Australian Navy steht unter Druck. Australien betreibt derzeit 10 Überwasser-Kampfschiffe: drei Zerstörer der Hobart-Klasse und sieben Fregatten der Anzac-Klasse. Die Anzac-Klasse soll durch das modernisierte Mogami-Design ersetzt werden.

Dieser Übergang ist wichtig, weil die Verantwortlichen einen längeren Einbruch der Flottenkapazität vermeiden wollen, während ältere Schiffe außer Dienst gehen, bevor neue in größerer Zahl eintreffen. Verteidigungsindustrienminister Pat Conroy bezeichnete die Beschaffung als die schnellste Friedensanschaffung der Royal Australian Navy und unterstrich damit, wie dringend Canberra den Bedarf einschätzt.

Konteradmiral Stephen Hughes, Leiter der Naval Capability, stellte das Thema weniger als bloßen Rückgang der Schiffszahl dar, sondern als Übergang zu leistungsfähigeren Schiffen. In seiner Darstellung soll das Mogami-Programm einen Generationssprung nicht nur bei Waffen und Sensoren, sondern auch bei der Art und Weise ermöglichen, wie die Marine ihre Schiffe bemannt und betreibt.