Schlaf vor der Operation wird als Erholungsfaktor wichtiger

Eine auf der Jahrestagung ANESTHESIOLOGY 2026 vorgestellte Auswertung legt nahe, dass besserer Schlaf in den Tagen oder Stunden vor einer Operation Angst, Schmerzen und den Opioidkonsum verringern könnte.

Die Forschenden prüften 16 Studien aus den Jahren 2000 bis 2025 mit mehr als 1.100 Patientinnen und Patienten. Untersucht wurden verschiedene abdominale, gynäkologische, orthopädische, urologische und zahnmedizinische Eingriffe sowie die präoperative Einnahme von Melatonin und Zolpidem, das unter dem Markennamen Ambien verkauft wird.

Ergebnisse der Auswertung

Melatonin war mit weniger Angst, Schmerzen und Entzündung verbunden; bei einigen Patienten sank auch der Opioidkonsum. In manchen Studien zu Bauchoperationen lag der Rückgang über 30 Prozent. Auch Zolpidem wurde berücksichtigt.

Der Einnahmezeitpunkt unterschied sich. Melatonin wurde am Vorabend, 20 bis 90 Minuten vor der Narkose oder zu beiden Zeitpunkten eingenommen. Zolpidem wurde am Vorabend oder mehrere Nächte lang vor dem Schlafengehen verabreicht.

Was Patienten aus den Daten ableiten sollten

Es handelt sich um eine auf einem medizinischen Kongress vorgestellte Forschungsübersicht, nicht um eine individuelle Behandlungsempfehlung. Patienten sollten Melatonin, Zolpidem oder andere Medikamente vor einer Operation nur nach Rücksprache mit dem Operations- und Anästhesieteam einnehmen. Die Ergebnisse machen Schlaf zu einem möglichen präoperativen Ansatz, begründen aber kein einheitliches Verfahren.

Dieser Artikel basiert auf einer Meldung von Medical Xpress. Originalartikel lesen.

Originally published on medicalxpress.com