Zwei Solar-Giganten melden ein weiteres schwieriges Jahr
Longi Green Energy und Trina Solar haben in ihren Ergebnissen für 2025 starken finanziellen Druck gemeldet, wobei beide chinesischen Photovoltaikhersteller niedrigere Umsätze und hohe Nettoverluste auswiesen. Die in einem chinesischen PV-Briefing veröffentlichten Zahlen liefern weitere Belege dafür, dass der Sektor trotz enormer Auslieferungsmengen weiterhin unter starkem Margendruck steht.
Bei Longi belief sich der Umsatz 2025 auf CNY 70,347 Milliarden, ein Rückgang von 14,82 % gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen meldete einen den Aktionären zurechenbaren Nettoverlust von CNY 6,420 Milliarden, wobei die Quelle darauf hinweist, dass sich dieser Verlust gegenüber dem Vorjahr verringert habe. Die Bruttomarge lag bei 0,81 %, die Nettomarge bei -9,13 %. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass der Betrieb auf Bruttoebene nahezu an der Gewinnschwelle lag, nach Berücksichtigung der breiteren Kosten aber weiterhin stark unter Druck stand.
Trina Solar zeichnete ein ähnlich schwieriges Bild. Der Umsatz sank um 16,61 % gegenüber dem Vorjahr auf CNY 66,975 Milliarden, während sich der Nettoverlust auf CNY 7,031 Milliarden ausweitete. Die Bruttomarge lag bei 1,02 %, die Nettomarge bei -10,50 %. Besonders auffällig ist, dass die Bruttomarge des Modulsegments auf -1,42 % fiel, was die Quelle als Zeichen anhaltenden Drucks auf die Kernprofitabilität einstuft.
Größe ist nicht dasselbe wie Profitabilität
Die Ergebnisse sind bemerkenswert, weil beide Unternehmen weiterhin außergewöhnlich große Auslieferer sind. Longi gab an, 2025 111,56 GW monokristalline Wafer und 86,58 GW Module ausgeliefert zu haben, zusätzlich zu 4,31 GW externen Zellverkäufen. Das sind keine Zahlen eines schrumpfenden Industrieauftritts. Sie zeigen, dass das Unternehmen trotz schwacher finanzieller Erträge ein enormes Durchsatzniveau gehalten hat.
Dieser Kontrast ist zentral, um den aktuellen Zustand des PV-Fertigungsgeschäfts zu verstehen, wie er im Quellmaterial sichtbar wird. Hohe Auslieferungsmengen führen nicht automatisch zu gesunden Gewinnen. Wenn Margen gegen null zusammengedrückt werden, können Unternehmen operativ aktiv und industriell bedeutend bleiben und dennoch erhebliche Verluste ausweisen.
Die von Trina offengelegten Zahlen weisen in dieselbe Richtung. Der Quelltext liefert im bereitgestellten Abschnitt nicht alle Auslieferungsdetails, sagt aber klar, dass das Modulgeschäft weiterhin unter Druck stand. Eine negative Bruttomarge in einem Kernsegment ist ein besonders deutlicher Indikator, weil sie nahelegt, dass schon vor den breiteren Betriebskosten die Wirtschaftlichkeit angespannt war.








