Nissan macht eine größere Behauptung zum assistierten Fahren
Nissan sagt, dass sich sein ProPilot-Assist-System der nächsten Generation einem neuen Niveau automatisierter Fähigkeiten nähert, und das Unternehmen nutzte eine Demonstration auf öffentlichen Straßen in Tokio, um dies zu unterstreichen. Laut Tetsuya Iijima, Executive Chief Engineer bei Nissan, soll die aktualisierte Plattform zuerst 2027 in Japan starten, weitere Märkte sollen so schnell wie möglich folgen.
Die Behauptung des Unternehmens ist ungewöhnlich direkt. Iijima sagte The Drive, das neue System sei „gleichwertig oder besser als ein menschlicher Fahrer“, und untermauerte diese Aussage mit einer 40-minütigen Fahrt in Tokio in einem Nissan-Ariya-Prototypen. Die Strecke umfasste sowohl Stadtstraßen als auch Autobahnen in dem, was der Bericht als vollständig unkontrollierte Testumgebung beschrieb, nicht als geschlossene Strecke oder inszenierte Vorführung.
Wenn sich diese Beschreibung in der Serienproduktion bestätigt, wäre die Entwicklung ein großer Schritt über die heutigen Systeme zur Spurzentrierung und überwachten Autobahnfahrt hinaus und würde Nissan näher an dieselbe Wettbewerbsklasse heranführen, in der das Unternehmen Tesla und Wayve verortet.
Was beim Tokio-Test geschah
Das bei der Demonstration eingesetzte Prototypfahrzeug basierte auf einem vertrauten Ariya, obwohl die Testhardware weiterhin sichtbar war. Eine schwarz auf dem Dach montierte Box beherbergte einen Teil des Sensorsystems für Entwicklungszwecke. Im Serienfahrzeug will Nissan diese Sensoren in das Fahrzeug selbst integrieren, statt sie als externe Module offen sichtbar zu lassen.
Der im Bericht beschriebene Hardware-Stack umfasste 11 Kameras, fünf Radareinheiten und einen Lidar-Sensor. Diese Kombination deutet darauf hin, dass Nissan auf Redundanz zwischen den Wahrnehmungsmodi setzt, statt sich hauptsächlich auf Kameras allein zu verlassen. Sie passt auch zu einem breiteren Branchentrend, bei dem Unternehmen, die robusteres automatisiertes Fahren auf öffentlichen Straßen liefern wollen, zunehmend Vision, Radar und Lidar kombinieren, anstatt sie als sich gegenseitig ausschließende Ansätze zu behandeln.
Die Ariya-Demonstration begann mit einem manuellen Rangiermanöver aus einer Parklücke nahe dem Hotel, weil Nissan sagte, dass dieser Teil in der Testkonfiguration weiterhin deaktiviert sei, obwohl das Produktionssystem Start und Ausfahrt aus der Parklücke eigenständig übernehmen soll. Als das Auto die Hoteleinfahrt erreichte, startete Iijima die Fahrt über den Touchscreen, und das navigationsgeführte System übernahm.
Ab diesem Zeitpunkt, so The Drive, berührte die Person im Fahrzeug für den Rest der Fahrt weder Lenkrad noch Gas- oder Bremspedal. Die Route soll Ampeln, Stadtverkehr, Fußgänger, Autobahnfahrt und die Art von Variabilität umfasst haben, die Tokio zu einem anspruchsvollen Testfeld machen.





