Neue Beobachtungen schärfen das Bild eines interstellaren Besuchers

Astronomen mit dem Subaru-Teleskop haben neue Beobachtungen von 3I/ATLAS gemeldet, dem dritten interstellaren Objekt, das beim Durchqueren des Sonnensystems entdeckt wurde, und die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sein Inneres sich deutlich stärker von seinen Oberflächenschichten unterscheiden könnte, als frühere Messungen vermuten ließen.

Laut Universe Today beobachtete Subaru den Kometen am 7. Januar 2026, kurz nach seiner größten Annäherung an die Sonne. Der Zeitpunkt war wichtig, weil das Perihel das Ausgasen verstärkte und den Forschern eine bessere Gelegenheit gab, das vom Objekt freigesetzte Material zu untersuchen. Durch die Analyse des Lichts aus der Koma schätzte das Team das Verhältnis von Kohlendioxid zu Wasser und stellte fest, dass es niedriger war als die aus früheren Beobachtungen von Weltraumteleskopen abgeleiteten Werte.

Das Ergebnis, berichtet in einer Studie, die in

The Astrophysical Journal

veröffentlicht wurde, liefert einen neuen Hinweis auf die Struktur von 3I/ATLAS und legt nahe, dass sich die Chemie der Koma verändert.

Warum dieses Objekt wichtig ist

3I/ATLAS zieht seit seiner Entdeckung am 1. Juni 2025 durch das Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System große Aufmerksamkeit auf sich. Es ist erst das dritte bestätigte interstellare Objekt, das jemals im Sonnensystem beobachtet wurde, nach 1I/'Oumuamua und 2I/Borisov.

Schon diese Seltenheit würde das Objekt wichtig machen. Doch 3I/ATLAS scheint auch besonders günstig für Beobachtungen gewesen zu sein. Universe Today wies darauf hin, dass Wissenschaftler es vier Monate vor dem Perihel entdeckten und dass es größer und heller als 2I/Borisov war, was den wissenschaftlichen Ertrag erhöhte. Praktisch bedeutete das, dass Astronomen mehr Zeit, mehr Instrumente und bessere Bedingungen hatten, um zu vergleichen, wie sich das Objekt an verschiedenen Punkten seines Weges an der Sonne vorbei verhielt.

Interstellare Objekte sind wertvoll, weil sie Material tragen, das sich um andere Sterne gebildet hat. Anders als Kometen des Sonnensystems bieten sie die Möglichkeit, die Bausteine planetarer Systeme jenseits unseres eigenen zu untersuchen, ohne das Haus zu verlassen.