Die Mission ist nach einer unterbrochenen Woche wieder auf der Rampe
SpaceX bereitet einen weiteren Versuch vor, ein Cargo-Dragon-Raumschiff zur Internationalen Raumstation zu schicken, nachdem zwei frühere Verzögerungen durch schlechtes Wetter in Zentralflorida verursacht worden waren. Die Mission, die im Ausgangstext als der 34. Nachschubflug von SpaceX für die NASA im Rahmen von Commercial-Resupply-Services-Verträgen bezeichnet wird, transportiert 6.500 Pfund an Wissenschaft und Versorgungsgütern.
Der jüngste Startversuch ist für Freitag um 18:05 Uhr EDT von der Space Launch Complex 40 auf der Cape Canaveral Space Force Station geplant. Wenn der Start pünktlich erfolgt, nimmt der Flug einen Takt wieder auf, der früher in der Woche immer wieder vom Wetter unterbrochen worden war. Der Versuch am Dienstag wurde wegen der Bedingungen abgebrochen, und der Countdown am Mittwoch erreichte T-28 Sekunden, bevor der Startleiter wegen blitzbegünstigender Ambosswolken in der Nähe der Rampe eine Unterbrechung anordnete.
Warum dieser Flug schon vor dem Abheben heraussticht
Versorgungsmissionen zur Station sind in einem Sinne Routine und in einem anderen bemerkenswert. Sie sind inzwischen ein normaler Teil der orbitalen Logistik, doch jede einzelne zeigt, wie weit wiederverwendbare Start- und Raumfahrtsysteme gereift sind. Diese Mission ist ein besonders klares Beispiel für diesen Trend.
Der Ausgangstext sagt, dass die dem Start zugewiesene erste Stufe der Falcon 9 der Booster B1096 ist, der zum sechsten Mal fliegt. Zu seinen früheren Missionen zählen NASAs IMAP, GPS III-9, NROL-77, Kuiper Falcon 01 und Starlink Group 6-87. Das Cargo-Dragon-Raumschiff mit der Seriennummer C209 ist ebenfalls auf seinem sechsten Flug. Damit ist es die erste Cargo Dragon überhaupt, die zum sechsten Mal startet, und nach Crew Dragon Endeavour erst das zweite Dragon-2-Fahrzeug insgesamt, das diesen Meilenstein erreicht.
Diese Meilensteine sind leicht zu übersehen, weil Wiederverwendung inzwischen erwartet wird, aber sie signalisieren einen echten operativen Wandel. Raumfahrthardware, die früher weitgehend als Einweggerät betrachtet worden wäre, wird heute so oft in Missionen eingesetzt, dass „sechster Flug“ nicht mehr exotisch klingt. Für NASAs Versorgungskette der Raumstation ist das wichtig, weil Zuverlässigkeit nicht mehr nur an erfolgreichen Starts gemessen wird. Sie wird an der Wiederholbarkeit von Fahrzeugen und Boostern gemessen, die immer wieder in den Dienst zurückkehren.
Der Weg in den Orbit und die Rückkehr zur Landung
Nach dem Abheben soll die Falcon 9 auf einer nordöstlichen Flugbahn fliegen, um die Rendezvous-Sequenz mit der Station einzuleiten. Weniger als acht Minuten nach Flugbeginn soll die erste Stufe zur Landung auf Landing Zone 40, direkt neben dem Startplatz, zurückkehren. Laut Ausgangstext wäre dies die vierte Booster-Rückführung an diesem Ort und die 108. Landung an Land über die von SpaceX seit 2015 genutzten Startplätze hinweg.
Die Dragon soll sich etwa 9,5 Minuten nach Missionsbeginn von der zweiten Stufe trennen. Von dort beginnt eine rund 37-stündige Verfolgung im Orbit, wobei das Andocken an der Station für etwa 6:59 Uhr EDT am Sonntag, dem 17. Mai, angesetzt ist.
Dieser Zeitplan zeigt, wie komprimiert und choreografiert die moderne Logistik für Raumstationen geworden ist. Ein Startfenster, das an einem Tag wegen des Wetters verpasst wird, kann dennoch dazu führen, dass ein Raumschiff weniger als zwei Tage nach einem erfolgreichen Start an ein umlaufendes Labor andockt. Das System ist robust, bleibt aber den Realitäten auf der Erde ausgesetzt, etwa Wolkenregeln, Ambossbedingungen und der Notwendigkeit, Last-Minute-Güter mit kurzer Haltbarkeit zu verladen.
Das Wetter bleibt der Türsteher
Der Ausgangstext sagt, dass sich die Aussichten für den Versuch am Freitag mit dem Aufbau eines Hochdruckgebiets über Zentralflorida verbesserten, wobei die Wettervorhersage eine 90-prozentige Chance auf akzeptable Bedingungen angab. Nur ein geringes Risiko eines Verstoßes gegen die Cumulus-Regel blieb bestehen. Diese Verbesserung ist der unmittelbare Grund dafür, dass die Mission wieder möglich ist.
Dennoch erinnern die früheren Abbrüche der Woche daran, dass selbst ein sehr ausgereifter Startanbieter unter strengen Umweltauflagen arbeitet. Der Countdown am Mittwoch kam bis auf Sekunden an den Start heran und wurde dennoch gestoppt. Das ist kein Scheitern. Es ist die operative Realität der Startsicherheit, besonders wenn Blitzkriterien beteiligt sind.
Eine Routine-Mission, die dennoch Fortschritt markiert
Auf einer Ebene ist CRS-34 genau das, wonach es aussieht: ein weiterer Frachtflug zur Internationalen Raumstation. Auf einer anderen Ebene ist es ein sichtbares Zeichen für die aktuelle Phase der amerikanischen Raumfahrt, in der wiederverwendbare Fahrzeuge, präzise Logistik und wetterabhängige Startdisziplin in einem hoch eingespielten System nebeneinander bestehen.
Wenn die Mission wie geplant startet, wird sie Forschung und Versorgung liefern, sowohl für den Booster als auch für das Raumschiff einen weiteren Wiederverwendungs-Meilenstein hinzufügen und ein Modell der orbitalen Nachversorgung fortsetzen, das inzwischen fest in NASAs Betrieb integriert ist. Der Flug ist also nicht deshalb sehenswert, weil er ungewöhnlich ist, sondern weil er zeigt, wie sehr Raumfahrt heute von Wiederholbarkeit unter Druck geprägt ist.
Dieser Artikel basiert auf Berichterstattung von Spaceflight Now. Den Originalartikel lesen.
Originally published on spaceflightnow.com



