Satellitenblick Erfasst Eine Vertraute Gefahr Der Trockenzeit

Ein NASA-Bild des Earth Observatory vom 22. April 2026 zeigt, wie sich Rauch über Nordthailand ausbreitet und die Täler sowie Bergkämme rund um Chiang Mai teilweise verdeckt. Die Aufnahme wurde vom Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer, kurz MODIS, an Bord von NASAs Terra-Satelliten gemacht.

Chiang Mai, Thailands zweitgrößte Stadt, liegt zwischen schmalen Tälern im nördlichen Hochland. Dieselbe Topografie, die der Region ihre eindrucksvolle Bergkulisse verleiht, kann auch die Luftverschmutzung verschlimmern. NASA wies darauf hin, dass die umliegenden Berge den Luftaustausch einschränken und Temperaturinversionen begünstigen können, wodurch Rauch und andere Schadstoffe in den Talgemeinden festgehalten werden.

Brände Nahmen Im Verlauf Der Trockenzeit Zu

Der Rauch entspricht dem saisonalen Brandmuster in Nordthailand. Laut NASA erfassten Satellitensensoren im Januar 2026 nur wenige Brände, gefolgt von zahlreicheren und großflächigeren Erfassungen im Februar, März und April. Die Brandaktivität in der Region erreicht typischerweise im März ihren Höhepunkt und lässt bis Mai nach, wenn die saisonalen Regenfälle zunehmen.

Der Großteil des Rauchs stammt wahrscheinlich von kleinen landwirtschaftlichen und Waldbränden. Solche Feuer können gelegt werden, um Erntereste zu verbrennen oder Waldökosysteme zu erhalten. In NASAs Darstellung werden außerdem Fahrzeuge, Kraftwerke und Industrie sowie das Verbrennen von Holzkohle zum Kochen und Heizen als kleinere Beiträge zum regionalen Dunst genannt.

Luftqualität Erreichte Ungesunde Werte

Am selben Tag, an dem Terra den Dunst beobachtete, registrierten bodengestützte Luftqualitätssensoren in Chiang Mai und der umliegenden Region Werte für Feinstaub, bekannt als PM2.5, im Bereich „unhealthy“ und „very unhealthy“, wie NASA unter Berufung auf Daten des World Air Quality Index-Projekts berichtete.

Von NASA zitierte Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Rauch aus der Biomasseverbrennung einer der größten Verursacher der schlechten Luftqualität in der Trockenzeit in Nordthailand ist. Einer in dem Bericht der Behörde genannten Schätzung zufolge gehen etwa 70 Prozent des PM2.5 in Chiang Mai im April auf Biomasseverbrennung zurück.

Das Satellitenbild zeigt, wie regionale Brandaktivität, lokale Emissionen und die Tallandschaft zusammen ein hartnäckiges saisonales Verschmutzungsproblem bilden können. Für Chiang Mai ist das Problem nicht nur die Sicht in der Atmosphäre; es ist eine wiederkehrende Herausforderung für die öffentliche Gesundheit und die Umwelt, die besonders in der späten Trockenzeit sichtbar wird.

Dieser Artikel basiert auf Berichterstattung von science.nasa.gov. Den Originalartikel lesen.

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