Crew-13 bekommt Besetzung und früheren Zeitplan

NASA hat die Crew-Zuteilungen für SpaceX Crew-13 bekannt gegeben, die nächste Langzeitmission von Astronauten zur Internationalen Raumstation im Rahmen des Commercial Crew Program. Der vierköpfige Flug soll nun frühestens Mitte September 2026 starten, früher als das zuvor geplante Ziel im November, da NASA die Frequenz der US-Besatzungswechsel zur umlaufenden Forschungsstation erhöhen will.

Die Mission wird die NASA-Astronauten Jessica Watkins und Luke Delaney, den Astronauten der Canadian Space Agency Joshua Kutryk sowie den Roscosmos-Kosmonauten Sergey Teteryatnikov an Bord haben. Watkins wird als Kommandantin des Raumfahrzeugs dienen, Delaney als Pilot, Kutryk und Teteryatnikov als Missionsspezialisten. Nach der Ankunft wird die Besatzung an Expedition 75 an Bord der Station teilnehmen.

Die Ankündigung ist operative Nachricht, sagt aber auch etwas Größeres darüber aus, wie NASA die ausgereifte Commercial-Crew-Ära managt: Der Transport zur Station wird zunehmend nicht als Ausnahmeereignis behandelt, sondern als Frage des Takts. Die Vorverlegung von Crew-13 spiegelt den Wunsch wider, diesen Rhythmus zu verdichten.

Warum die Änderung des Starttermins wichtig ist

NASA sagt, sie ziehe den Start von November vor, um die Frequenz der US-Besatzungswechsel zu erhöhen. Das mag wie ein Planungsdetail klingen, verweist aber auf umfassendere Prioritäten im Stationsmanagement. Regelmäßigere Rotationen können den Druck auf Expeditionsplanung, wissenschaftliche Kontinuität, Ausbildungsübergänge und Fahrzeugverfügbarkeit verringern.

Die Internationale Raumstation bleibt eine Plattform, auf der internationale Besatzungszusammensetzung, Startfenster, Missionsdauer und der Verkehr von Besucherfahrzeugen zusammenpassen müssen. Eine Änderung im Zeitplan einer Mission betrifft mehr als nur einen einzelnen Raketenstart. Sie beeinflusst, wie NASA Wissenschaftskampagnen, Betrieb und Übergaben zwischen den stationären Crews ausbalanciert.

Mit der Beschleunigung von Crew-13 signalisiert NASA, dass die Regelmäßigkeit des Transports selbst ein strategisches Ziel des Stationsprogramms ist. In der Post-Shuttle-Ära, die auf kommerzielle Startanbieter setzt, ist diese Regelmäßigkeit ein Teil des Beweises, dass das Partnerschaftsmodell eine verlässliche Logistik für den bemannten Raumflug tragen kann.

Ein bemerkenswerter Meilenstein für Jessica Watkins

Die Crew-13-Besetzung enthält auch einen Meilenstein für Jessica Watkins. NASA zufolge wird dies ihr zweiter Flug zur Station sein, nach ihrer Mission 2022 auf Crew-4, bei der sie über die Expeditionen 67 und 68 hinweg 170 Tage im All verbrachte. Mit Crew-13 soll sie die erste NASA-Astronautin werden, die zweimal an Bord eines SpaceX-Dragon-Raumschiffs startet.

Das ist ein wichtiger Marker in der Entwicklung des kommerziellen Crewtransports. Wiederholungsflüge sind in bemannten Raumfahrtsystemen, die operative Reife erreicht haben, normal. Wenn NASA-Astronauten beginnen, wiederholte Missionen auf derselben kommerziellen Raumfahrzeugfamilie zu absolvieren, wird die Abhängigkeit der Agentur von dieser Transportarchitektur etablierter und weniger übergangsweise.

Watkins bringt zudem wissenschaftliche Tiefe in die Mission ein. NASA verweist auf ihren Hintergrund in geologischen und Umweltwissenschaften von der Stanford University, einen Doktorgrad in Geologie von der UCLA und frühere Arbeit zur Erforschung der Marsoberfläche als Teil des Wissenschaftsteams des Curiosity-Rovers am Jet Propulsion Laboratory.

Ein erster Raumflug für Luke Delaney

Luke Delaney wird mit Crew-13 erstmals ins All fliegen. Delaney wurde 2021 von NASA ausgewählt und hat einen Hintergrund in Maschinenbau und Luft- und Raumfahrttechnik, Marinefliegerei, Testpilotenwesen und Forschungsflugbetrieb bei NASA Langley. Diese Mischung aus operativer und technischer Erfahrung passt zu den Anforderungen von Stationsmissionen, die nicht nur den Transport in den Orbit, sondern auch anhaltende Arbeit in einer forschungsintensiven Umgebung erfordern.

NASAs Beschreibung betont seinen Dienst als Marineflieger, seine Einsätze im asiatisch-pazifischen Raum sowie spätere Rollen bei der Bewertung von Entwicklungsflugzeugen und als Ausbilder für Testpiloten. Diese Qualifikationen unterstreichen das breite Talentspektrum, das NASA für Stationsbesatzungen weiterhin zusammenstellt: wissenschaftliche, militärische, technische und operative Expertise, gebündelt in multinationalen Teams.

Die internationale Dimension bleibt zentral

Crew-13 wird Personal von NASA, CSA und Roscosmos umfassen und damit das multinationale Modell fortsetzen, das den Stationsbetrieb seit Jahrzehnten prägt. Auch wenn die geopolitischen Beziehungen auf der Erde angespannt bleiben, spiegeln die ISS-Besatzungslisten weiterhin einen praktischen Rahmen der Zusammenarbeit im Orbit wider. Die Zusammensetzung der Mission unterstreicht, dass der Stationsbetrieb einer der wenigen dauerhaften Bereiche routinierter US-russischer Zusammenarbeit in einem hoch technischen Feld bleibt.

NASA sagt, die Besatzung werde wissenschaftliche Untersuchungen und Technologiedemonstrationen durchführen, die den Menschen auf der Erde zugutekommen sollen und zugleich auf zukünftige Erkundungen von Mond und Mars vorbereiten. Diese doppelte Einordnung ist zum Standard für Stationsmissionen geworden: die ISS als kurzfristiges Labor und als Sprungbrett für Tiefraumambitionen.

Für NASA ist Crew-13 daher nicht einfach eine weitere Rotation. Sie ist Teil des fortgesetzten Bestrebens der Agentur, kommerziellen Transport zuverlässig zu machen, den internationalen Besatzungswechsel effizient zu halten und die Station als funktionierende Forschungsplattform zu erhalten, während größere Explorationsprogramme voranschreiten.

  • NASA hat Jessica Watkins, Luke Delaney, Joshua Kutryk und Sergey Teteryatnikov für Crew-13 zugeteilt.
  • Der Start ist nun frühestens für Mitte September 2026 statt im November geplant.
  • NASA sagt, die Zeitplanänderung solle die Frequenz der US-Besatzungswechsel erhöhen.

Dieser Artikel basiert auf einer NASA-Berichterstattung. Den Originalartikel lesen.

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