Rivian vertieft die Software-Identität seiner Fahrzeuge

Rivian hat seinem neuesten Software-Update einen neuen KI-Assistenten im Fahrzeug hinzugefügt und die Funktion sowohl auf Gen1- als auch auf Gen2-Fahrzeuge für Besitzer mit einem Connect+-Abonnement oder einer Testphase ausgeweitet. Die Einführung unterstreicht, wie konsequent der Elektrofahrzeughersteller Software als zentrale Produktschicht und nicht als bloßes Zusatzfeature behandelt.

Der Assistent kann über eine Taste am Lenkrad, ein Infotainment-Symbol oder Aktivierungsphrasen wie „Hey Rivian“ und „OK, Rivian“ gestartet werden. Laut der von dem Unternehmen veröffentlichten Funktionsliste kann er Klima, Navigation, Medien, Nachrichten, Anrufe und Fahrzeugeinstellungen steuern, Fragen beantworten, das Handbuch konsultieren und Warnhinweise erklären oder bei der Fehlerbehebung helfen.

Ein Ersatz für fehlendes Phone Mirroring

Das Update ist auch deshalb wichtig, weil Rivian weder Apple CarPlay noch Android Auto unterstützt. Diese Entscheidung hat das Unternehmen lange zu einer Ausnahme in einem Markt gemacht, in dem viele Fahrer erwarten, dass der Sprachassistent und das App-Ökosystem ihres Smartphones bis ins Armaturenbrett mitwandern. Mit dem eigenen KI-Helfer versucht Rivian, diese Lücke mit einem tiefer integrierten System zu schließen, statt die Oberfläche an Apple oder Google abzugeben.

Das ist ein anderer strategischer Ansatz als das bloße Nachbilden von Smartphone-Funktionen auf einem größeren Bildschirm. Rivian argumentiert, dass ein nativer Assistent, der direkt mit den Fahrzeugsystemen verbunden ist, nützlichere Arbeit leisten kann, weil er rund um das Auto selbst gebaut ist und nicht nur rund um das Telefon.