Vor dem DJI-Event deuten Leaks auf eine geteilte Pocket-Reihe hin
DJI scheint kurz davor zu stehen, eines seiner bekanntesten Kompaktkamera-Produkte zu aktualisieren, und der neueste Leak legt nahe, dass das Unternehmen eine ehrgeizigere Produktpalette vorbereitet als erwartet. Laut einem am 14. April veröffentlichten Bericht zeigen von Leaker Igor Bogdanov geteilte Bilder zwei handgeführte, stabilisierte Kameras, darunter offenbar eine Pro-Version des kommenden Osmo Pocket 4.
DJI hat für seine nächste Osmo-Pocket-Kamera bereits eine Ankündigung am 16. April angeteasert, was dem Leak ein ungewöhnliches Timing verleiht. Statt isoliert zu kursieren, taucht er kurz vor einem bestätigten Firmen-Event auf und fügt einer ohnehin aktiven Welle von Vorabgerüchten eine neue Wendung hinzu. Die zentrale Aussage ist nicht nur, dass ein regulärer Osmo-Pocket-Nachfolger kommt, sondern dass DJI möglicherweise auch eine zweite, fortschrittlichere Version vorbereitet.
Das ist relevant, weil die Osmo-Pocket-Reihe traditionell durch Kompaktheit und Einfachheit definiert war. Eine Pro-Variante würde darauf hindeuten, dass DJI die Produktlinie stärker segmentieren will: Das Basismodell für Gelegenheits-Content-Creator, die höherwertigen Funktionen und vermutlich auch einen höheren Preisbereich für anspruchsvollere Nutzer.
Was der Leak behauptet
Der Bericht sagt, das geleakte Bild zeige eine unbekannte Person, die zwei Versionen der stabilisierten Kamera hält. Eine davon soll das Osmo Pocket 4 Pro sein. Im Quelltext waren keine vollständigen Spezifikationen verfügbar, deshalb ist der wichtigste Punkt, dass es sich bei dem genannten Beleg um ein Bild und nicht um eine offizielle Bestätigung handelt. Das Unternehmen hatte die Existenz einer Pro-Version im bereitgestellten Material nicht bestätigt.
Trotzdem ist das gemunkelte Funktionspaket bemerkenswert. Dem angeblichen Pocket 4 Pro wird nachgesagt, ein Ultraweitwinkelobjektiv mit einem Teleobjektiv zu kombinieren, das optischen Zoom bietet. Falls das stimmt, wäre das ein bedeutender Schritt für eine Produktfamilie, die bisher eher auf Mobilität und stabilisierte Aufnahmen als auf Multi-Linsen-Flexibilität gesetzt hat.
Ein Dual-Lens-Setup würde Creatorn mehr Bildgestaltungsmöglichkeiten geben, ohne Objektive wechseln oder zu einem größeren Kamerasystem greifen zu müssen. Für Reise- und Vlog-Aufnahmen sowie mobile-first Content-Creator könnte die Pocket-Reihe dadurch im Alltag deutlich vielseitiger werden. Eine Ultraweitwinkelperspektive eignet sich für Handheld-Talk-Shots und Landschaften, während eine Teleoption dabei helfen könnte, Motive freizustellen oder entfernte Szenen komprimierter darzustellen, wie es kompakte Creator-Kameras oft nur schwer leisten.






