DeepL will mehr als nur geschriebene Übersetzung beherrschen
DeepL, vor allem bekannt für Textübersetzung, hat eine Sprach-zu-Sprach-Übersetzungssuite und eine neue API für Unternehmen und Entwickler gestartet. Damit erweitert das Unternehmen sein etabliertes Angebot für Text- und Dokumentenübersetzung auf gesprochene Echtzeitgespräche, bei denen Latenz, Genauigkeit und Benutzerfreundlichkeit deutlich schwierigere Probleme darstellen.
Laut dem bereitgestellten Quelltext ist die neue Suite für Meetings, mobile und Web-Gespräche sowie Gruppendiskussionen für Frontline-Mitarbeitende über maßgeschneiderte Apps ausgelegt. DeepL veröffentlicht außerdem eine API, damit externe Entwickler und Unternehmen eigene Implementierungen bauen können, einschließlich Anwendungsfällen wie Callcentern.
Warum Sprache ein größerer Sprung ist, als es klingt
DeepL-CEO Jarek Kutylowski sagte gegenüber TechCrunch, Sprache sei der natürliche nächste Schritt nach Jahren der Verbesserung von Text- und Dokumentenübersetzung gewesen. Die eigene Beschreibung des Unternehmens macht jedoch klar, dass Sprache nicht einfach Text mit Audio ist. Kutylowski sagte, eine der größten Herausforderungen sei es, niedrige Latenz mit präziser Ausgabe in Einklang zu bringen. Dieser Zielkonflikt ist zentral für die gesamte Produktkategorie.
Wenn übersetztes Audio zu spät ankommt, bricht das Gespräch zusammen. Kommt es schnell, aber ungenau, bricht das Vertrauen zusammen. Echtzeitübersetzung hängt daher von einem engen operativen Spielraum ab. DeepL betritt einen Markt, in dem technische Qualität von Nutzern unmittelbar in der Live-Interaktion erlebt wird und nicht erst im Nachhinein in einem Dokument bewertet wird.


