Neue Einblicke in eine entstehende russische Waffe
Die ukrainische Militärgeheimdienst-Direktion hat neue Details zu Russlands S-71K Kovyor veröffentlicht, einer luftgestützten Rakete, die Kiew zufolge seit Ende des vergangenen Jahres im Kampf eingesetzt wird. Die von The War Zone berichteten Enthüllungen umfassen ein interaktives 3D-Modell und technische Details, die auf eine klare Designphilosophie hindeuten: eine Waffe zu bauen, die günstiger ist als Russlands etabliertere Marschflugkörper, aber dennoch über genügend Überlebensfähigkeit verfügt, um als nützliche Standoff-Schlagoption zu dienen.
Dieser Kompromiss ist wichtig. Russlands Krieg in der Ukraine hat den Druck aufgezeigt, den anhaltende, hochvolumige Schlagkampagnen auf die industrielle Kapazität ausüben. Wenn ein Land große Mengen komplexer Raketen nicht leicht ersetzen kann, wird ein kostengünstigeres Design mit einigen Stealth-Merkmalen strategisch attraktiv, auch wenn ihm die volle Verfeinerung hochwertigerer Systeme fehlt.
Was die Ukraine über die Rakete sagt
Laut dem Bericht sagt die Hauptverwaltung für Aufklärung der Ukraine, dass die Rakete speziell für Russlands Su-57-Kampfjet entwickelt wurde. Die S-71K scheint eine hoch explosive Splitterbombe des Typs OFAB-250-270 aus der Zeit des Kalten Krieges in einen neuen Low-Observable-Flugkörper zu integrieren und damit einen hybriden Ansatz zu schaffen, der einen etablierten Gefechtskopf wiederverwendet und zugleich andere Teile der Waffenarchitektur vereinfacht.
Das berichtete Gefechtskopfgewicht beträgt 551 Pfund. Das ist erheblich genug, um die Rakete gegen eine Reihe von Zielen nützlich zu machen, und passt dennoch zum Konzept einer vergleichsweise wirtschaftlichen, produzierbaren Standoff-Munition. Die größere Geschichte hier betrifft nicht nur die Nutzlast der Rakete, sondern auch die Verwendung älterer Bombenstruktur in einer moderneren Trägerhülle. Solche technischen Abkürzungen können helfen, die Produktion unter Kriegsbedingungen zu beschleunigen.



