Der erste detaillierte Blick auf eine Special-Operations-Konfiguration
Die US-Armee hat laut Berichterstattung von The War Zone ihren ersten Blick darauf gewährt, wie die MV-75A Cheyenne II in einer Special-Operations-Rolle aussehen könnte. Das neu gezeigte Rendering konzentriert sich auf die Version für das 160th Special Operations Aviation Regiment der Army, die Night Stalkers, und zeigt, wie die Plattform für ein deutlich anspruchsvolleres Missionsspektrum als das Basisflugzeug angepasst werden könnte.
Army Colonel Roger Waleski, der das U.S. Army Special Operations Aviation Command leitet, zeigte das Rendering während einer Präsentation auf dem Army Aviation Association of America’s 2026 Warfighting Summit, heißt es in dem Bericht. Die Offenlegung ist bedeutsam, weil sie die Diskussion über allgemeine Programmsprache hinaus in sichtbare Designunterschiede überführt, die mit operativen Anforderungen verknüpft sind.
Was sich für die Night Stalkers ändert
The War Zone zufolge verfügt die Basis-MV-75A bereits über Funktionen, die die Umrüstung in eine Special-Operations-Konfiguration erleichtern sollen. Dennoch deutet das Rendering auf eine deutlich veränderte Nasenanordnung bei der Version der Night Stalkers hin.
Am auffälligsten ist, dass das von Waleski gezeigte Flugzeug ein an der Nase montiertes Radar, einen Sensorturm darunter und einen Luftbetankungsstutzen auf der rechten Seite besitzt. Das sind keine kleinen Ergänzungen. Sie deuten auf ein Flugzeug hin, das für Navigation, Sensorik und Reichweite genau in den komplexen Umgebungen ausgelegt ist, in denen Special-Operations-Luftfahrt-Einheiten operieren sollen.
Dem Bericht zufolge dürfte es sich beim Radar um das AN/APQ-187 Silent Knight handeln, ein Terrain-Following- und Terrain-Avoidance-System, das bei US-Special-Operations-Flugzeugen zunehmend zum Standard geworden ist, einschließlich der MH-60M Black Hawks der Army. Sollte diese Annahme stimmen, würde die MV-75A fest in ein bestehendes Ökosystem für Tiefflug und Einsatz unter schwierigen Bedingungen eingeordnet, statt ein völlig neues Einsatzkonzept zu benötigen.





