Aus der Wüstenlagerung zurück an die Fluglinie
Die U.S. Air Force hat einen zuvor ausgemusterten B-1B Lancer wieder in den operativen Dienst versetzt und damit umgekehrt, was einst wie eine Einbahnstraße zum Flugzeugfriedhof wirkte. Laut dem bereitgestellten Quellentext handelt es sich um die Maschine mit der Seriennummer 86-0115, früher unter dem Namen Rage bekannt, die nach fast zwei Jahren Depotwartung die Tinker Air Force Base verließ. Das Flugzeug ist nun unter dem Namen Apocalypse II wieder in den Dienst zurückgekehrt.
Diese Kehrtwende ist schon für sich genommen bemerkenswert. Es ist nicht üblich, dass ein Bomber, der in Langzeitlagerung ging, in die aktive Flotte zurückkehrt, und der Fall sagt viel darüber aus, wie die Air Force den B-1B derzeit bewertet. Der Dienst hatte einst darauf hingearbeitet, die Flotte zu verkleinern, um sich auf die B-21-Raider-Ära vorzubereiten, doch die aktuelle Entwicklung zeigt, dass sich Ausmusterungsplanung und die Realität des Kräftemanagements auseinanderentwickelt haben.
Warum dieses Flugzeug wichtig ist
Der Quellentext erklärt, dass der Jet in die Type-2000-Lagerung bei der 309th Aerospace Maintenance and Regeneration Group auf der Davis-Monthan Air Force Base in Arizona überführt worden war. Diese Lagerkategorie ist bedeutsam, weil sie Flugzeuge in einem Zustand erhält, der eine Rückkehr in den Dienst erleichtert, falls sie benötigt werden. Mit anderen Worten: Das war nicht einfach eine reine Ausmusterung als Schaustück. Die Maschine wurde so abgestellt, dass eine spätere Reaktivierung möglich blieb.
Der B-1B kam ursprünglich 2021 auf den Flugzeugfriedhof, als 17 B-1Bs ausgemustert wurden, um die Flotte von 62 auf 45 Flugzeuge zu reduzieren. Der im Quellentext beschriebene Zweck dieser Bündelung war, die Einsatzbereitschaft zu verbessern und Mittel auf den Nachfolger des Bombers, die B-21, umzulenken. Damals passte der Schritt in ein breiteres Muster der US-Streitkräfteplanung: eine alternde Flotte verkleinern, die Einsatzbereitschaft der verbleibenden Flugzeuge erhalten und Investitionen auf die nächste Generation verlagern.
Geändert hat sich der Zeithorizont. Die B-21 ist der langfristige Nachfolger, doch der aktuelle Bedarf verlangt weiterhin verfügbare Bomber. Die Rückkehr von 86-0115 legt nahe, dass Zahl und Kapazität wieder an Bedeutung gewonnen haben, selbst während die künftige Streitkraft aufgebaut wird.





