Das Pentagon will schnellere Entscheidungen gegen kleine Drohnen
Das US-Verteidigungsministerium setzt auf KI-gestützte Zielerkennung, um die Art und Weise zu verbessern, wie Truppen, Fahrzeuge und Schiffe kleine Drohnen bekämpfen. Das Vorhaben mit dem Namen C-UAS Close-In Kinetic Defeat Enhancement konzentriert sich auf aided target recognition, kurz AiTR, und nutzt KI, machine learning und computer vision, um Bedrohungen schneller zu identifizieren, als es ein menschlicher Bediener allein könnte.
Das kurzfristige Ziel ist klar: die Zeit zwischen dem Erkennen einer Drohne und ihrem Abschuss zu verkürzen. Ebenso wichtig ist dem Pentagon, dass die Systeme echte Bedrohungen von Nichtbedrohungen wie Vögeln unterscheiden können. Das wird umso dringlicher, je mehr kostengünstige Drohnen sich verbreiten und je stärker visuelle Unübersichtlichkeit die Einsatzentscheidung erschwert.
Die Ausschreibung der Defense Innovation Unit sieht einen Phasenplan vor, der mit fernbedienbaren Waffensystemen beginnt und schließlich auf von abgesessenen Soldaten getragene Handfeuerwaffen ausgeweitet wird.
Phase eins beginnt mit dem CROWS-Geschützturm
Die erste Phase zielt auf fernbedienbare Waffensysteme ab, insbesondere die Common Remotely Operated Weapon Station, kurz CROWS, die weit verbreitet an Militärfahrzeugen montiert ist. Laut Ausschreibung soll das System den Einsatzablauf beschleunigen, mit anfänglichem Schwerpunkt auf unmanned aircraft systems und einem sekundären Fokus auf Fahrzeug- und menschengroße Ziele.
Prototypen müssen nachweislich die Fähigkeit bestehender fernbedienbarer Waffensysteme verbessern, Group-1- und Group-2-Drohnen zu erkennen, zu verfolgen und zu bekämpfen, definiert als Ziele mit einem Gewicht von bis zu 55 Pfund. Die Ausschreibung verlangt, dass die Erkennung in Entfernungen von mehr als 600 Metern erfolgt und die Bekämpfung mindestens ab 100 Metern möglich ist. Das System soll außerdem gegen Drohnen funktionieren, die sich mit mindestens 30 Metern pro Sekunde bewegen, also ungefähr 67 Meilen pro Stunde.
Diese Zahlen zeigen, dass das Pentagon keine abstrakte Demonstration sucht. Es will ein System, das unter konkreten Leistungsgrenzen arbeitet, die für reale taktische Einsätze relevant sind.






