Ein großer israelischer Beschaffungsschub für Kampfjets

Das israelische Verteidigungsministerium sagt, das Land werde eine vierte Staffel F-35 Joint Strike Fighter und eine zweite Staffel F-15IA-Kampfjets beschaffen und damit der israelischen Luftwaffe jeweils 25 Flugzeuge hinzufügen. Die Ankündigung markiert eine bedeutende geplante Erweiterung der israelischen Kampfflugzeugflotte und erfolgt im Gefolge dessen, was die Quelle als Iran-Feldzug bezeichnet.

Mit 50 Flugzeugen über beide Staffeln hinweg würde der vorgeschlagene Kauf den Bestand Israels sowohl an Tarnkappenjägern als auch an schweren Luftüberlegenheits- und Angriffsflugzeugen deutlich vertiefen. Das Ministerium bezeichnete die Geschäfte als im Wert von Dutzenden Milliarden Schekel und sagte, sie umfassten die Integration in die israelische Luftwaffe sowie Instandhaltung, Ersatzteile und Logistikunterstützung. Konkrete Preise und Liefertermine wurden im vorliegenden Text nicht genannt.

Wofür Israel den Kauf nach eigenen Angaben braucht

In seiner Stellungnahme stellte das Verteidigungsministerium die Beschaffung als langfristigen Fähigkeitsaufbau dar, der mit „sich entwickelnden regionalen Bedrohungen“ und dem Ziel verbunden sei, Israels strategische Luftüberlegenheit zu bewahren. Diese Formulierung ist wichtig. Sie ordnet die Entscheidung nicht als routinemäßige Flottenerneuerung ein, sondern als bewussten Versuch, einen qualitativen Vorsprung durch eine Mischung aus Tarnkappenfähigkeit der fünften Generation und fortgeschrittenen schweren Jägern der vierten Generation zu sichern.

Die beiden Flugzeugtypen erfüllen auch bei gemeinsamer Beschaffung unterschiedliche Rollen. Die von Lockheed Martin gebaute F-35 ist die Tarnkappenplattform des Pakets. Die von Boeing produzierte F-15EX, die im israelischen Dienst als F-15IA bezeichnet wird, steht für einen anderen Ansatz: ein großes, schwer bewaffnetes Flugzeug mit Reichweite, Nutzlast und Flexibilität. Der kombinierte Auftrag deutet daher darauf hin, dass Israel auf eine breite Fähigkeit über verschiedene Einsatzprofile hinweg setzt, statt auf nur eine Plattform für alles.