XGIMI zielt auf eine der ältesten Schwächen der Projektion
XGIMIs neue Titan-Noir-Serie basiert auf einem einfachen Argument: Helligkeit allein reicht nicht aus, damit Heimprojektion wirklich kinoreif wirkt. Das Unternehmen sagt, seine neue Reihe nutze ein duales mechanisches Iris-System, um eine der hartnäckigsten Einschränkungen dieser Produktkategorie zu verbessern: die Tendenz, dass dunkle Szenen grau statt wirklich schwarz erscheinen. Sollte sich diese Behauptung im realen Einsatz bestätigen, könnte der Start von Titan Noir weniger wie ein weiterer inkrementeller Hardware-Refresh und eher wie der gezielte Versuch wirken, ein zentrales Problem der Bildqualität zu lösen.
Die Serie wurde über eine Kickstarter-Kampagne vorgestellt und umfasst drei Modelle. Das Spitzenmodell Titan Noir Max ist mit bis zu 7.000 ISO-Lumen angegeben, das Pro mit 6.000 und das Basismodell mit 4.800. Die zentrale Innovation ist jedoch nicht die Helligkeitsangabe. Es ist das, was XGIMI das Dual Intelligent Iris System nennt: zwei physische Iris-Module, die sich fortlaufend an den Szeneninhalt anpassen.
Warum der Iris-Ansatz bemerkenswert ist
Laut dem bereitgestellten Quellentext wirken die beiden Iriden direkt auf den Lichtweg, bevor das Licht die Linse erreicht. Das unterscheidet sich vom digitalen Dimmen, das das gesamte Bild einfach per Software abdunkelt. XGIMI übernimmt damit ein Prinzip, das seit Langem in kommerziellen Kinoprojektoren verwendet wird, und überträgt es auf den Heimmarkt. Das Unternehmen sagt, das Ergebnis sei ein natives Kontrastverhältnis von 10.000:1 beim Topmodell.
Dieser Wert bringt Projektion zwar nicht auf das Niveau eines OLED-Fernsehers bei der Schwarzdarstellung; die Quelle sagt ausdrücklich, dass er die pixelgenaue OLED-Leistung weiterhin nicht erreicht. Dennoch ist der Unterschied wichtig. Projektoren konkurrieren über Bildgröße und Immersion, verlieren aber oft bei Kontrast und Schattendetails unter typischen Wohnzimmerbedingungen. Ein hardwarebasierter Versuch, die Schwarzwertdarstellung zu verbessern, greift diese Schwäche direkt an, statt sie mit immer höheren Lumenwerten wegzumarketingieren.





