In der Gedankenwelt von Amerikas Gesundheitsminister
Die neueste Ausgabe des täglichen Newsletters von MIT Technology Review, The Download, wird von einem exklusiven Gespräch mit Jim O'Neill, dem US-Stellvertretenden Gesundheitsminister, eingeleitet, der einer der einflussreichsten Figuren in der amerikanischen Gesundheitspolitik geworden ist. O'Neill bekleidet zwei Positionen an der Spitze der Bundes-Gesundheits- und Wissenschaftsbehörden des Landes und beaufsichtigt ein Ministerium mit einem Budget von über eine Billion Dollar. Sein Einfluss erstreckt sich auf die National Institutes of Health, die Centers for Disease Control and Prevention und die Food and Drug Administration.
In dem Interview diskutierte O'Neill seine Vision, die Gesundheitsspanne des Menschen durch auf Langlebigkeit ausgerichtete Forschung zu erhöhen. Er hob ARPA-H, die Bundesbehörde, die sich biomedizinischen Durchbrüchen widmet, als wichtiges Instrument für dieses Ziel hervor. Unter der neuen Direktorin Alicia Jackson, die teilweise wegen ihres Interesses an Langlebigkeit rekrutiert wurde, wird langlebigkeitsorientierte Forschung zu einem Hauptfokus der Behörde. Die Programme umfassen eine 170-Millionen-Dollar-Initiative über fünf Jahre zum Anbau neuer Organe für Transplantationen.
Impfrichtlinien bleiben im Fluss
O'Neill sprach auch die umstrittenen Änderungen des US-Impfplans an. Letzte Woche reduzierte die CDC die Anzahl der für Kinder empfohlenen Impfstoffe und entfernte universelle Empfehlungen für Grippe, Rotavirus, Hepatitis A und Meningokokken. Der Schritt wurde von Ärztevereinigungen stark kritisiert, und die Mehrheit der Bundesstaaten hat die neuen Empfehlungen abgelehnt. O'Neill deutete an, dass weitere Änderungen der Impfrichtlinien möglich bleiben, was die medizinische Gemeinschaft in andauernder Unsicherheit hinterlässt.
Der Newsletter ordnet diese Aussagen in Kontext von O'Neills breiterer philosophischer Überzeugungen ein. Als er nach Vitalismus gefragt wurde, einer Bewegung von Langlebigkeitsenthusiasten, die glauben, dass der Tod Menschheits Kernproblem ist und dass die Überwindung des Alterns wissenschaftlich machbar ist, bestätigte O'Neill, dass er allen fünf Kerntrieben zustimmt.
Die überraschende Wahrheit über Überfälle
Die zweite Funktion des Briefings zerstört den Hollywood-Mythos des High-Tech-Überfalls. Während Filme aufwändige technologische Exploits feiern, ergab eine Forschung aus dem Sandia National Laboratory, die Daten aus 23 hochwertigen Überfällen von 1972 bis 2012 zusammentrug, dass echte Diebe überwiegend auf Low-Tech-Methoden angewiesen sind: Gewaltanwendung, Tunnelgrabungen und Social Engineering. Ein jüngeres Beispiel sah das Louvre 88 Millionen Euro an antiken Schmucköberfällen verlieren, bei denen die raffinierteste Technologie ein Winkelschleifer war.
Spanische Forscher, die Kunstkriminalität von 1990 bis 2022 untersuchten, bestätigten, dass die am wenigsten technischen Methoden am erfolgreichsten bleiben. Wie ein Experte bemerkte, schlagen Geschwindigkeit und Übung konsequent ausgefeilte Alarmanlagen, was echte Überfälle zu eher einer Logistikfrage als zu einer technischen Frage macht.
Warum es wichtig ist
Zusammen erfassen diese Geschichten die Spannung zwischen ehrgeizigen technologischen Visionen und praktischen Realitäten. Ob es um die Verlängerung des menschlichen Lebens, den Schutz der öffentlichen Gesundheit oder den Diebstahl eines wertvollen Gemäldes geht, die Antworten sind oft einfacher und menschlicher als wir erwarten.
Dieser Artikel basiert auf Berichten von MIT Technology Review. Lesen Sie den Originalartikel.




