Solar hatte sein bisher stärkstes Jahr
Die Welt fügte 2025 605 Gigawatt neue Solar-PV-Kapazität hinzu, so der Global Energy Review 2026 der Internationalen Energieagentur. Damit setzte sich eine außergewöhnliche Wachstumsphase fort, die das globale Stromsystem umgestaltet. Das Ausmaß dieser Expansion stellte nicht nur einen weiteren Installationsrekord auf. Es führte auch zum größten jährlichen Anstieg der Stromerzeugung, der je für irgendeine Energiequelle beobachtet wurde, abgesehen von Jahren, die von der Erholung nach großen globalen Schocks geprägt waren.
Laut dem Quellbericht erzeugte Solarenergie 2025 zusätzlich 600 Terawattstunden Strom und brachte die gesamte Solarerzeugung auf rund 2.800 Terawattstunden. Das bedeutet, dass sich die Solarstromerzeugung seit 2022 mehr als verdoppelt hat und inzwischen mehr als 8 Prozent der weltweiten Stromerzeugung ausmacht.
Diese Zahlen verdeutlichen, wie schnell sich Solarenergie von einer schnell wachsenden Alternative zu einer systembestimmenden Stromquelle entwickelt hat. Jahrelang wurde das Wachstum der Erneuerbaren oft als zukünftiges Potenzial beschrieben. Die neuesten IEA-Daten zeigen, dass Solarenergie inzwischen in einem Umfang wächst, der die globalen Erzeugungsstatistiken direkt verändert.
Warum der Zuwachs von 600 Terawattstunden wichtig ist
Installierte Kapazität ist ein wichtiger Indikator, doch die Stromerzeugung ist die wesentlichere Kennzahl. Ein Kapazitätsboom verändert das Energiesystem erst dann, wenn er sich in tatsächliche Stromproduktion übersetzt. 2025 war das eindeutig der Fall.
Der Quelltext sagt, dass der Anstieg der Solarerzeugung um 600 Terawattstunden der größte jährliche Zuwachs war, der je für irgendeine Quelle beobachtet wurde, ausgenommen ungewöhnliche Erholungsjahre nach großen wirtschaftlichen Einbrüchen wie der Covid-19-Zeit. Damit gehört das jüngste Wachstum der Solarenergie in eine eigene Kategorie.
Die Bedeutung ist zweifach. Erstens zeigt sie, dass der Ausbau nicht mehr auf verstreute nationale Erfolgsgeschichten beschränkt ist. Zweitens zeigt sie, dass Solarenergie zunehmend zentral für das Wachstum der Stromnachfrage wird, statt lediglich eine sauberere Schicht auf bestehende fossil geprägte Systeme zu legen.
Praktisch wirkt sich ein Sprung dieser Größenordnung auf Großhandelsmärkte, Netzausbau, Speicherbedarf, Produktion und Energiesicherheitsstrategien aus. Da der Solaranteil weltweit über 8 Prozent steigt, wird seine Variabilität zu einem operativen Thema, das Stromsysteme aktiv managen müssen, vor allem durch Netzausbau, Speicher und flexible Nachfrage.





