Venmo überarbeitet eine seiner am stärksten kritisierten Designentscheidungen
Venmo ändert den Datenschutz für neue Nutzer und ergänzt einen Onboarding-Hinweis, der fragt, ob Transaktionen öffentlich, nur für Freunde oder noch stärker eingeschränkt sichtbar sein sollen. Das Update reagiert auf eine seit Langem bestehende Sorge um den Social Feed der Bezahl-App, der es über Jahre ungewöhnlich leicht machte, Finanzaktivitäten standardmäßig sichtbar zu machen.
Nach dem berichteten Redesign werden Nutzer, die der Plattform beitreten, nun bei der Einrichtung gefragt, ob ihre Transaktionen geteilt werden sollen, statt zunächst eine öffentlichere Erfahrung zu übernehmen und die Folgen erst später zu entdecken. Nutzer können außerdem wählen, ob Transaktionen mit Unternehmen für Freunde oder für die breite Öffentlichkeit sichtbar sind.
Eine alte Social-Funktion wurde zu einem Datenschutzproblem
Venmo wuchs schnell, indem es Peer-to-Peer-Zahlungen nicht nur als Dienstprogramm, sondern als soziales Produkt positionierte. Die App machte das Teilen von Miete, das Erstatten von Freunden oder das Bezahlen des Abendessens unmittelbar und unkompliziert, und der öffentliche Aktivitäts-Feed wurde Teil dieser Identität. Doch genau dieses Design machte Zahlungen auch zu einer Quelle unbeabsichtigter Offenlegung.
Im Laufe der Zeit geriet die öffentliche Sichtbarkeit von Transaktionen in die Kritik von Datenschutzbefürwortern und Journalisten, vor allem weil vielen Nutzern nicht bewusst war, wie viele Metadaten ihre Aktivitäten offenlegten. Selbst wenn Dollarbeträge verborgen waren, ergaben Namen, Netzwerke, Zeitstempel und Nachrichtenbeschreibungen eine überraschend detaillierte Karte sozialer und beruflicher Beziehungen.






