Nach der Wasserung hat die wissenschaftliche Arbeit gerade erst begonnen

Die Artemis-2-Mission der NASA ist zur Erde zurückgekehrt, doch ihre dauerhafteste Wirkung beginnt womöglich erst jetzt. Eine Woche nach dem Ende dieses historischen 10-Tage-Flugs beginnen Wissenschaftler und Ingenieure, das Ergebnis der Mission zu sichten: Bilder vom Mond, biomedizinische Daten der Besatzung und den ersten bemannten Deep-Space-Testflugrekord des Raumschiffs Orion.

Dieser Übergang vom Flug zur Analyse steht im Mittelpunkt der Nachbesprechungen rund um Artemis 2. Die Mission brachte die NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie den Astronauten der kanadischen Weltraumagentur Jeremy Hansen weiter von der Erde weg, als es Menschen je zuvor getan hatten, so der vorliegende Quellentext. Dabei entstand ein Datensatz, der laut Forschern die Mondforschung, Studien zur Gesundheit von Astronauten und die Gestaltung künftiger Deep-Space-Missionen prägen wird.

Eine Mission, die mehr als Symbolik leisten sollte

Artemis 2 war historisch, weil es der erste bemannte Testflug von Orion war, doch das Ausgangsmaterial macht deutlich, dass ihre Bedeutung nicht darauf beschränkt ist zu beweisen, dass das Raumschiff Menschen um den Mond und zurück bringen konnte. Die Mission diente auch als Forschungsplattform und sammelte Informationen, die beeinflussen könnten, wie sich Agenturen auf längere Reisen im tiefen Weltraum vorbereiten.

Das ist besonders wichtig, weil Deep-Space-Missionen Astronauten anderen Belastungen aussetzen als der erdnahen Umlaufbahn. Schwerelosigkeit bleibt ein zentraler Faktor, aber auch die Strahlenexposition wird relevanter, je weiter Missionen sich von der schützenden Umgebung der Erde entfernen. Artemis 2 bot eine seltene Gelegenheit, während eines echten bemannten Flugs Daten unter diesen Bedingungen zu sammeln.