SafeWorld, ein Startup aus Oakland für Sicherheitssoftware zur Simulation KI-gestützter Roboter, ist mit einer Seed-Finanzierung von 12,2 Millionen Dollar aus dem Stealth-Modus hervorgegangen. Nach Angaben des Unternehmens soll die Plattform Robotikfirmen und Unternehmen helfen, das Verhalten von Robotern in seltenen, gefährlichen und unerwarteten Situationen zu testen, bevor diese in der realen Welt in Menschennähe auftreten.
Shine Capital und a16z Speedrun führten die Runde gemeinsam an. Auch Box Group, Carnegie Mellon University Endowment, Innovation Endeavors und SV Angel beteiligten sich.
Die Software soll Roboterarme, humanoide und mobile Roboter unterstützen. SafeWorld hat nach eigenen Angaben bereits Kunden in Industrie, Fertigung, Logistik, Bauwesen und einigen Bereichen der Heimnutzung.
Tests jenseits des Fabrikkäfigs
Robotik wurde lange in kontrollierten Industrieumgebungen eingesetzt, in denen Maschinen physisch von Menschen getrennt waren. Die Herausforderung verändert sich, wenn KI Roboter leistungsfähiger macht und sie Räume mit Beschäftigten, Kunden und Haushalten teilen.
Mitgründer Ding Zhao, Leiter des Safe AI Lab an der Carnegie Mellon University, sagt, die zunehmende Zusammenarbeit zwischen Menschen und Robotern erfordere ein besseres Verständnis des Roboterverhaltens. Die Prämisse von SafeWorld lautet, dass leistungsfähigere Roboter leistungsfähigere Test- und Validierungsmethoden brauchen.
Das ist besonders relevant, wenn Fehler selten, aber folgenreich sind. Historische Vorfälle liefern nicht immer genügend Daten, vor allem wenn ein Szenario noch nie aufgetreten oder zu gefährlich und teuer für eine reale Nachstellung wäre.
Ein browserbasierter Ansatz
Teams können laut Startup Szenarien im Browser aus früheren Vorfällen, Sicherheitsstandards und anderen Eingaben erstellen. Die Plattform soll Unternehmen ermöglichen, das Verhalten von Robotern in Menschennähe zu testen, ohne während des Tests jemanden zu gefährden.
CEO Kyle Wong beschreibt das Produkt als Software für Robotersicherheitssimulationen, die Belege für die Sicherheit liefern kann. Simulationsergebnisse sind jedoch keine Garantie für Sicherheit in der realen Welt.
Die Schwierigkeit, Sicherheit nachzuweisen
Sicherheit ist kein einmaliger Test, den ein Roboter dauerhaft besteht. Anlagen, Beleuchtung, Layouts, Objekte, Aufgaben und menschliches Verhalten ändern sich; die Zahl möglicher Interaktionen kann schnell wachsen.
Physische Tests bleiben notwendig, haben aber Grenzen. SafeWorld will die vor dem Einsatz geprüften Situationen erweitern, wobei die Verantwortung für die Sicherheit bei den Robotikunternehmen bleibt.
Ein Finanzierungssignal für Roboterinfrastruktur
Die Seed-Runde über 12,2 Millionen Dollar zeigt Vertrauen in die Annahme, dass Sicherheitstools ein wesentlicher Teil des Marktes für KI-Robotik werden. SafeWorld will daraus eine wiederholbare Softwareplattform für Szenarien machen, die sich nicht sicher oder praktikabel im Maßstab der realen Welt testen lassen.
Der Erfolg wird davon abhängen, wie gut die Simulationen praktische Betriebsbedingungen abbilden und wie nützlich ihre Nachweise für die Teams sind, die die Systeme bauen und betreiben.
Dieser Artikel basiert auf einer Berichterstattung von The Robot Report. Originalartikel lesen.
Originally published on therobotreport.com


